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29. Juli 2010

Thüringen

Derzeit läuft der 4. SIEGEL Prozess mit der 1. Rezertifizierungsrunde in Thüringen. Am 21. Januar 2009 findet die erste Thüringer Berufsorientierungskonferenz im Landtag unter Beteiligung des Ministerpräsidenten statt.

 

Berufs- und Studienwahlvorbereitung - hinter diesen Schlagworten verbergen sich Bausteine der beruflichen Laufbahn und der Lernbiografie einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers. Die Entscheidung für einen Beruf liegt in erster Linie in der Hand der Jugendlichen. Dazu gehört auch, sich der eigenen Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden sowie über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten Informationen einzuholen. Alle Schularten haben die Aufgabe gemeinsam mit dem Elternhaus, mit Betrieben und den regionalen Agenturen für Arbeit die Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der schulischen in die betriebliche Bildung bzw. in das Studium zu unterstützen.

Schulen in Thüringen nehmen diese Herausforderung an und unterbreiten praxisorientierte Lernangebote entsprechend den regionalen Bedingungen. Diese Prozesse werden durch landesweite Angebote, insbesondere auch den Thüringer Berufswahlpass unterstützt.

Der Arbeitskreis Qualitätssiegel, in dem das Thüringer Kultusministerium, Unternehmen, die Arbeitsgemeinschaften der Thüringer Handwerkskammern und der Thüringer Industrie- und Handelskammern, der Verband der Wirtschaft Thüringens, die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit, die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen, freie Bildungsträger und Schulen vertreten sind, schreibt das „Qualitätssiegel Berufswahlfreundliche Schule“ (Q-Siegel) aus. In Kooperation aller Beteiligten ist das Q-Siegel als Instrument zur Evaluation der Berufswahlvorbereitung an Schulen in Thüringen entstanden. Diese Initiative wird von der Wirtschaft begrüßt und unterstützt.

Schülerinnen und Schüler aus einer Q-Siegel-Schule zeichnet aus, dass

  • sie die verschiedenen Bildungswege kennen,
  • sie wissen, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen sie besitzen,
  • sie am Ende der Schulzeit wissen, welchen Beruf sie erlernen oder welchen Studiengang sie wählen möchten,
  • sie ihre Berufs- und Studienwahl begründen können,
  • sie weitere berufliche Alternativen kennen.

Das Q-Siegel soll die gemeinsame verbindliche Qualität der Berufswahlvorbereitung an Schulen sichern, den Entwicklungsprozess der Schulen fördern und beschleunigen. Die Schule kann durch interne Analyse und Selbstbewertung einen Prozess der ständigen Verbesserung einleiten. Das Q-Siegel soll die Zusammenarbeit der Schule mit Akteuren ihrer Region und das gemeinsame Vorhaben mit Unternehmen sicherstellen sowie die kreative Vielfalt in der Berufswahlvorbereitung anregen und bewerten.

Mit der Verleihung des Q-Siegels werden besondere Leistungen zur Berufswahlvorbereitung von Schulen und ihren Partnern gewürdigt, bekannt gemacht und weiter empfohlen.

Name und Abgrenzung Ihrer Region und Ihrer Partner
Name: „Qualitätssiegel Berufswahlfreundliche Schule“ Thüringen

Im Rahmen der Initiative für Beschäftigung! Netzwerk Thüringen arbeiten seit Dezember 2003 Vertreterinnen und Vertreter aus:

  • dem Thüringer Kultusministerium,
  • den Thüringer Industrie- und Handelskammern und den Thüringer Handwerkskammern,
  • Unternehmen,
  • der Regionaldirektion der Agentur für Arbeit,
  • der Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen,
  • freien Bildungsträgern sowie Schulen

im Arbeitskreis Q-Siegel. Der Thüringer Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel und der Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie haben die Schirmherrschaft für das „Qualitätssiegel Berufswahlfreundliche Schule“ übernommen. Der Freistaat Thüringen ist das erste Bundesland, was das Q-Siegel flächendeckend ausschreibt.