Hauptnavigation

Marginalspalte

29. Juli 2010

Düsseldorf

Unser Bild zeigt die beiden Siegel-Schulen bei der Siegel-Verleihung 2005 gemeinsam mit Frau Professorin Jutta Limbach, dem Stiftungsvorsitzenden Dr. Hans-Jürgen Forst und den Laudatoren (Foto: Wilfried Meyer).

Im Rahmen des Projektes SIEGEL berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule verleiht die Stiftung PRO AUSBILDUNG seit 2002 ein Gütesiegel an allgemein bildende Schulen in und um Düsseldorf. Nach der Bertelsmann-Stiftung mit der Region Ostwestfalen-Lippe war Düsseldorf damit die zweite Region, die das SIEGEL einführte.

Das Gütesiegel zeichnet Schulen aus, die sich hinsichtlich der Berufs- und Studienwahlvorbereitungsmaßnahmen deutlich vom Durchschnitt abheben. Dabei geht es vor allem um Kontinuität und Nachhaltigkeit der Berufswahlvorbereitung an den Schulen.

Das SIEGEL berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule wurde in Düsseldorf und Umgebung eingeführt, um die gemeinsame verbindliche Qualität der Berufswahlvorbereitung an Schulen zu sichern, den Entwicklungsprozess der Schulen zu fördern und zu beschleunigen. Qualitätsstandards sollen von außen an die Schule herangetragen werden, so dass ein Leistungsanreiz für die Schulen entsteht.

Schülerinnen und Schüler einer SIEGEL-Schule sollten am Ende ihrer Schullaufbahn in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung für oder gegen einen Beruf selbstständig treffen zu können, das heißt auch, dass
- sie verschiedene Bildungswege kennen,
- sie ihre Berufswahl- und Studienwahl begründen können,
- sie weitere berufliche Alternativen kennen und berücksichtigen.
Dazu müssen sie sich sowohl ihrer Stärken als auch ihrer Schwächen bewusst sein.

Eine 25-köpfige Jury, deren Mitglieder unter anderem aus Wirtschaft, Bildung, Verbänden, Elternschaft, Schulamt, Bezirksregierung und Agentur für Arbeit kommen, verleiht im Großraum Düsseldorf das SIEGEL berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule und bewertet folgende Kriterien:

- die Einbringung von Wirtschafts-, Arbeits- und Berufswelt in Unterricht und Schule
- das Angebot an Praktika und weitere Angebote als Bestandteil der Berufsorientierung
- den Stellenwert und die Zusammenarbeit innerhalb der Berufswahlvorbereitung in Lehrerkollegium und Elternschaft

Durch eine schriftliche Bewerbung und die Beantwortung eines kontinuierlich evaluierten Kriterien-Katalogs, welcher auf der Seite www.siegelprojekt.de zum Download zu Verfügung steht, soll der Ist-Zustand der schulischen Angebote zur Berufswahlvorbereitung ermittelt werden. Diese Art interne Analyse soll auch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess an Schulen in Gang setzen.

Nach der erfolgreichen Bewerbung darf sich eine Schule für eine Dauer von drei Jahren als SIEGEL-Schule bezeichnen und mit dem Gütesiegel werben. Danach muss sie sich re-zertifizieren, um Kontinuität und Nachhaltigkeit zu beweisen. Die Qualität der berufswahlvorbereitenden Maßnahmen wird durch den Vergleich und den Wettbewerb der Schulen untereinander gesteigert und durch die Re-Zertifizierung noch zusätzlich gesichert. Vor allem Unternehmen und Eltern achten verstärkt darauf, ob eine Schule über das SIEGEL verfügt.

In Nordrhein-Westfalen strebt das Ministerium für Schule und Weiterbildung die landesweite Implementierung des SIEGEL-Projektes an. Schirmherrin des Projektes ist die Ministerin für Schule, Frau Barbara Sommer.