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Qualitätssiegel 2005 "Berufswahlfreundliche Schule" in Thüringen
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Die Ausschreibung 2005 startete mit der Auftaktveranstaltung am 3. Februar. Vertreterinnen und Vertreter aus 96 Regelschulen, 38 Förderschulen und 24 Gymna-sien sowie der Wirtschaft bekundeten mit ihrer Teilnahme im Bildungszentrum der Handwerkskammer in Erfurt-Alach ihr Interesse an der Fokussierung und Entwick-lung der Qualität von Berufs- und Studienwahlvorbereitung. Am 15. April 2005 endete die Bewerbungsfrist für das Q-Siegel. Der Freistaat ist, unter der Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel und Wirt-schaftsminister Jürgen Reinholz, das erste Bundesland, was flächendeckend das Qualitätssiegel für die Berufswahlvorbereitung an Schulen vergibt. Eingegangen sind insgesamt 99 Bewerbungen, darunter 69 Regelschulen, 19 Förderzentren und elf Gymnasien. Die Bewerbungen kamen aus allen Regionen des Landes. Eine besonders hohe Beteiligung gab es aus den Schulamtsbezirken Bad Langensalza, Eisenach, Schmölln und Rudolstadt. Ziel der Ausschreibung ist es, dass in den Schulen der erreichte Stand der Berufswahlvorbereitung analysiert, bewertet wird und daraus Verbesserungspotenziale abgeleitet werden. Schülerinnen und Schüler einer Q-Siegel-Schule zeichnet aus, dass • sie die verschiedenen Bildungswege kennen, • sie wissen, welche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen sie besitzen, • sie am Ende der Schulzeit wissen, welchen Beruf sie lernen oder welchen Studiengang sie wählen möchten, • sie ihre Berufs- und Studienwahl begründen können, • sie weitere berufliche Alternativen kennen. In einer ersten Dokumentenanalyse durch ein kleines Team von fünf Jurorinnen und Juroren wurden die Bewerbungsunterlagen bewertet und eine begründete Vorentscheidung über die Zulassung zu einem Audit getroffen. Die Voraussetzung für die Vergabe des Q-Siegels sind die nach dem EFQM-Modell vorgegebenen Bewer-tungen. 34 Schulen haben sich für die Qualitätsprüfung vor Ort qualifiziert. Um diese Größenordnung zu bewältigen, wurden vier Regionale Jurys (Jury Ost, Mitte, Süd-west und Nord) mit jeweils fünf bzw. sechs Mitgliedern gebildet. Die Juroren präsen-tieren jeweils die IHK, die Handwerkskammer, das Thüringer Kultusministerium, die Landesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT Thüringen sowie ein Unternehmen. Ende Juni nahmen alle Juroren erfolgreich an einer Schulung teil, bei der sie Wissen über die Anforderungen an die Berufswahlvorbereitung in Thüringen, über Berufsorientierungsmaßnahmen sowie über das Bewertungsverfahren erwarben. Am 15. August wurden alle Schulen über das Ergebnis schriftlich informiert. Schulen, die sich nicht für ein Audit qualifiziert haben, erhielten eine Einschätzung der Juroren und die Möglichkeit Feedbackgespräche in ihrer Region zu nutzen. Diese Schulen sollen ermutigt werden, den begonnenen Prozess der intensiven Berufs-wahlvorbereitung der Schülerinnen und Schüler fortzusetzen und weitere Verbündete in und außerhalb der Schule zu finden. Die Audit-Schulen erfuhren die Termine für den Schulbesuch. Im Zeitraum vom 1. September bis 21. November 2005 fanden die Qualitätsprüfungen in den ausgewählten Thüringer Schulen statt. Das Qualitätssiegel erhalten Schulen, in denen die Berufswahlvorbereitung un-trennbarer Bestandteil des Schulkonzeptes, des Unterrichts und der schulischen Aktivitäten ist. Sie tragen die nächsten drei Jahre dieses Siegel und können sich anschließend rezertifizieren lassen. 24 Schulen des Freistaates bekommen am 18. Januar 2006 feierlich das Siegel durch die Schirmherren, Kultusminister Prof. Jens Goebel und Wirtschaftsmi-nister Jürgen Reinholz feierlich verliehen. Folgende Schulen erhalten das Q-Siegel: • Regelschulen: Aschara, „An der Nesse“ Molschleben, „Conrad Ekhof“ Gotha, „Leinatalschule“ Cat-terfeld, Georgenthal, Wutha-Farnroda, „Debschwitzerschule“ Gera, „Johann Wolf-gang von Goethe“ Schalkau, Veilsdorf, „ImPULS-Schule“ Schmiedefeld, „Wilhelm Hey“ Ichtershausen, Kaulsdorf, „Geschwister Scholl“ Ilmenau, Treben, „Anna Sophia“ Kranichfeld, „Petersbergschule“ Nordhausen, Ellrich, Niedersachswerfen, „Willy Brandt“ Erfurt • Förderschulen: Bad Frankenhausen/Roßleben, Schmölln, „Herderschule“ Weimar, „Hans Bürger“ Blankenhain • Gymnasium: „Heinrich Böll“ Saalfeld |

