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Donnersbergkreis
Eine möglichst breit gefächerte und umfassende Berufsorientierung ist eine der vielen schwierigen gesellschaftlichen Aufgaben, die Schulen heute übernehmen müssen.
Die Erstqualifikation in Berufsausbildung oder Studium entscheidet nach wie vor über zukünftige Lebenschancen, Konsummöglichkeiten und den sozialen Status. Scheitert ein Jugendlicher schon beim Übergang von der Schule in den Beruf, ist sein weiterer Weg oft schon vorgezeichnet. Entsprechend hoch sind die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Berufsorientierung und die Verantwortung der Schule. Eine erfolgreiche Berufsorientierung ist gemeinsame Aufgabe von Schule, Elternhaus, Berufsberatung und Wirtschaft.
Eine Möglichkeit für Schulen ihr Konzept der Berufsorientierung einem „Check“ zu unterwerfen, bietet das Konzept des Berufswahl-SIEGEL der Bertelsmann-Stiftung. Es handelt sich dabei um ein Zertifikat für Schulen, die ihre Schüler in vorbildlicher Weise auf die Berufswahl und die Arbeitswelt vorbereiten. Die Umsetzung des Projektes erfolgt dezentral, die verschiedenen Regionen sind selbst für das Projektmanagement verantwortlich.
In einem ersten Gespräch am 8. März 2007 haben sich Hans-Joachim Omlor (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern), Klaus Theato (Geschäftsführer der ARGE Donnersbergkreis), Dr. Bernhard Pohl (Schulleiter der Berufsbildenden Schule Donnersbergkreis) und Vertreter der Kreisverwaltung Donnersbergkreis über die Durchführung des Projektes beraten. Als Träger dieses Projektes haben sich die genannten Vertreter darauf geeinigt, alle Regional- und Realschulen, Gymnasien und Förderschulen in die Ausschreibung des Projektes einzubeziehen. In weiteren Abstimmungsgesprächen fand die Auftaktveranstaltung am 4. Juli 2007 statt, die eine Einladung zur Bewerbung der Schulen um das Berufswahl-SIEGEL beinhaltete.
Die Bewerbung um dieses Siegel bietet den Schulen zunächst die Möglichkeit einer Bestandsaufnahme der eigenen Aktivitäten und der Erstellung eines Schulkonzeptes zur Berufsorientierung, sofern dieses noch nicht geschehen ist. So wird regionale Transparenz über bestehende Angebote geschaffen und Vergleiche zwischen Schulen möglich, gute Beispiele werden bekannt und tragen so zu einer besseren Berufsorientierung bei.
Nach Vorauswahl durch eine ehrenamtliche Jury, zu der Vertreter aus Unternehmen, Kammern und Schulen gehören, wurden die in Frage kommenden Schulen vor Ort auditiert und sowohl Schüler als auch Lehrpersonal befragt.
Dieser erste Wettbewerb wurde mit der Verleihung der Siegel am 13. Mai 2008 abgeschlossen. Im festlichen Rahmen nahmen die Schulleiter der Förderschule, Realschule und IGS in Rockenhausen sowie der Regionalschule Göllheim von Landrat Werner und "Job aktiv"-Managerin Gerda Gauer die Urkunden und Aushängeschilder entgegen. In diesem Jahr wurde das Siegel von Landrat Werner und dem Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Herrn Prof. Dr. Englert, an die Mathilde-Hitzfeld-Schule Kirchheimbolanden, Georg-von-Neumayer-Schule Kirchheimbolanden, Duale Oberschule Eisenberg und Realschule Eisenberg verliehen.
Das Zertifikat behält drei Jahre Gültigkeit - danach ist eine Re-Auditierung fällig.

