Ihr Unternehmen wurde von den Projektträgern angesprochen, ob es sich am Netzwerk Berufswahl-SIEGEL beteiligen will. Sie kennen das Projekt nicht so gut und informieren sich zunächst unter www.netzwerk-berufswahl-siegel.de über das Projekt und seine Ziele. Sie lassen sich von dem Konzept und dem Engagement der Träger in Ihrer Region überzeugen und fragen sich, ob Sie sich aktiv oder durch finanzielles Engagement oder durch eine Kombination von beiden beteiligen möchten.
1. Sie sind Sponsor
Sie können verlangen, dass Ihr Unternehmen auf den Druckunterlagen und/oder den Veranstaltungen genannt wird, Sie können auch mit Sachmitteln unterstützen: Preise für die Siegelschulen sowie eine Unterstützung der Veranstaltungen – etwa indem Sie das Catering übernehmen – sind willkommen. Sie können anbieten, auf der Veranstaltung zu sprechen und beispielsweise Ihre Probleme mit Azubis oder Erfolge Ihrer Ausbildung dort darstellen. Sicher ist auch eine Unternehmensdarstellung oder eine Darstellung der bei Ihnen durchgeführten Ausbildung auf Schautafeln oder Messeständen auf den Veranstaltungen möglich.
Ihr Vorteil: Sie haben sich bei Lehrern, potentiellen Azubis, bei den Eltern der Schüler, der an berufsorientierenden Informationen interessierten Öffentlichkeit und der Presse in Erinnerung gerufen.
2. Sie sind Jurymitglied:
Als Jury-Mitglied können Sie auf Ihre unternehmerischen Ziele und Probleme hinweisen. Sie können darauf achten, dass Realkontakte mit der Wirtschaft ernst genommen werden. Sie erhalten Kontakt zu wesentlichen Personen, die das Schnittstellenmanagement zwischen Ihrem Betrieb und den Schulen verbessern können. Während der Audits können Sie selbst mehr von und über Schüler und die Arbeit in Schulen lernen. Über die Details Ihrer Juryarbeit können Sie sich in der Rubrik „Jury“ im Handbuch auf der linken Leiste des Internetauftritts informieren.
3. Sie beschließen darüber hinaus im regionalen Dialog um ausbildungsfreundliche Schulen mitzuarbeiten
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
- Sie können Schulen anbieten, Ihre Ausbildung dort selbst oder durch Ihre eigenen Azubis darzustellen,
- oder mit anderen Unternehmen einen Informationstag an bestimmten Schulen anzubieten, um dort zu sprechen.
- Sie regen ein abendliches Event in einer Schule an, bei dem an vielen Tischen Praktiker der Region sitzen und mit wechselnden Schülern (die die Tische wechseln) Beruf und Arbeit diskutieren.
- Sie laden Schulklassen in Ihr Unternehmen ein, oder
- Sie bieten Praktika oder Shadowing Tage an, an denen Sie ein Schüler den ganzen Tag begleitet.
- Sie schlagen einer Schule ein Gespräch vor.
- Sie können Schulen Projekte anbieten, die eine Beziehung zu Ihrem Unternehmen und seinen Aufgaben hat, nicht nur aber auch im Bereich Bewerbung, Auswahlverfahren etc. sondern auch fachlich z. B. ein Konstruktionsprojekt, das mathematische und technische Aspekte bietet, oder ein Sprachprojekt, etwa die Erstellung einer englischsprachigen Broschüre.
- Sie entsenden Ihre Azubis in die Schulen (am besten in die, aus denen Sie selbst kommen), denn die gewinnen sehr schnell Kontakt zu den Schülern und gelten bei den Schülern als glaubwürdige, verlässliche Quellen. Die Azubis wiederum wissen genau, worauf es bei den Schülern ankommt.
- Sie beschließen, sich mehr um Bildung und Ausbildung zu kümmern und entwickeln für Ihren Betrieb ein umfassendes Programm für mehr Wirtschaftsnähe an Schulen, zu dem z. B. eine Schul-Betriebspartnerschaft gehört. Viele Institutionen kümmern sich um die Vermittlung, z. B. die Stiftung Partner für Schule NRW oder die Weidmüller Stiftung.
Die Vorteile eines Engagements im Netzwerk Berufswahl-SIEGEL gegenüber anderen Engagements bei der Förderung des Übergangs Schule-Beruf liegen v. a. darin, dass es sich bei dem Siegel Projekt um ein Projekt auf der Meta-Ebene handelt, d. h., dass Sie nicht mit anderen Unternehmen um eine oder mehrere Schulen „kämpfen“ müssen, wie es teilweise bei Unternehmens-Schul-Partnerschaften schon der Fall ist. Sie fördern ein Meta-Projekt und lernen so viele Schulen und viele Schulformen kennen, was einen größeren Aktivitätsradius und möglicherweise eine breitere Wirkung für Ihr Unternehmen (z. B. bei der Personalrekrutierung) hat. Sie lernen dadurch auch kennen, was andere Unternehmen an den Schulen anbieten.