Sie sind von den Trägern des SIEGEL-Projektes angesprochen worden, den Prozess in der Region zu leiten. Wahrscheinlich sind Sie seit der Geburt des SIEGEL-Gedankens in Ihrer Region dabei und benötigen daher keine weiteren Informationen. Sollten Sie allerdings vorher noch keinen Kontakt mit dem Projekt gehabt haben, - Informieren Sie sich über das Projekt (Projektwebsite: www.netzwerk-berufswahl-siegel.de, die Website enthält auch alle Kapitel dieses Handbuches).
- Das im Jahr 2005 gegründete Netzwerk Berufswahl-SIEGEL freut sich über Ihre aktive Beteiligung bei der Weiterentwicklung des Projektes und bei der Vertiefung des SIEGEL-Prozesses.
- Besuchen Sie das Fortbildungsangebot der Bertelsmann Stiftung (s. Jury), das ab Herbst 2005 zur Verfügung stehen wird.
- Informieren Sie sich über Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement in Schulen, legen Sie eindeutige Schwerpunkte in Ihrer Region fest und einigen Sie sich mit den Trägern über: den Grad der Formalisierung, die Übernahme von Modellen, die in anderen Regionen schon laufen, den Grad der Anpassung an diese, anzusprechende Institutionen und Jurymitglieder, die personelle Unterstützung für Ihre Arbeit, die Anspruchsgruppen, die über das Projekt informiert und eingebunden werden sollten.
- Wenn Sie sicher sind, dass der Umsetzung nichts im Wege steht, da die Region und/oder die Projektträger sowohl Finanzierung als auch personelle Unterstützung zur Verfügung stellen können, kann die inhaltliche Arbeit beginnen.
Wenn Sie sich für das SIEGEL entschieden haben und die Umsetzung ansteht: - Definieren Sie die Kriterien ggf. mit den anderen Trägern, stimmen Sie darüber ggf. mit der Jury ab.
- Legen Sie ihr Anspruchsniveau (“Standards“) möglichst eindeutig fest und geben Sie es ggf. zur Abstimmung in der Jury – Sie ersparen sich Diskussionen in der Jury und können Bewerbern und allgemeiner Öffentlichkeit Auskunft über die eingeforderten Standards geben.
- Legen Sie das Bewertungsverfahren genau fest (Punktesystem, Schulnoten, KO-System ...) und die Abstimmungsregeln in der Jury, falls es zu unterschiedlichen Bewertungen kommt.
- Bestimmen Sie die formalen Anforderungen, die Länge und die Form der Bewerbungen sowie den Weg der Bewerbungen (elektronische Abgabe ohne Belege mit Seitenbeschränkung hat sich als sinnvoll erwiesen).
- Sie sind die Führungsperson des SIEGEL-Prozesses in Ihrer Region, alle Führungsaufgaben des Projektes liegen bei Ihnen (Projektbüro, Arbeit und Sitzungen der Jury, Öffentlichkeitsarbeit, Kontakte etc.).
Statistik: Führen Sie eine Statistik, die zumindest folgende Bestandteile hat: - Anzahl der Bewerbungen je Durchgang und akkumuliert, aufgeteilt nach Schulformen,
- Anteil erfolgreicher Bewerbungen aufgeteilt nach Schulformen,
- zeitlicher Anfall der Bewerbungen, Zeitpunkt der Re-Zertifizierungen.
Information und Kommunikation: - Es wäre schön, wenn Sie Inhalte, Ergebnisse, wichtige Termine und Verfahren sowie sonstige Informationen, Adressen und links auch den anderen Netzwerkpartnern auf der Website www.netzwerk-berufswahl-siegel.de zur Verfügung stellen könnten.
- Es ist im Sinne des Projektes sinnvoll, allen Anspruchsgruppen gegenüber so oft zu kommunizieren wie möglich. Nicht nur die Transparenz des Verfahrens, auch der erstrebte Wettbewerb kann nur so in Gang kommen.
- Es wäre wünschenswert, wenn Sie auf Konferenzen, Tagungen und in Ihrem beruflichen Umfeld zur Verbreitung des Projektes beitragen könnten.
- Alle weiteren Kommunikationsanstrengungen, um das Projekt bekannt zu machen und damit seine Wirksamkeit zu erhöhen, sind willkommen – fordern Sie ggf. die Unterstützung anderer Regionen oder der Bertelsmann Stiftung an.
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