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Ausbildung – nie war sie so wertvoll wie heute

Der aktuelle Berufsbildungsbericht 2019 dominiert in diesen Tagen die Pressemeldungen. Man kann es negativ sehen und vor allem auf die hohe Zahl der Ungelernten schauen. Man kann aber auch daraus die Konsequenz ziehen und betonen, wie wichtig eine abgeschlossene Ausbildung ist – und dass sich die Arbeit der Schulen für die Berufsorientierung deshalb absolut lohnt!

Mit über 531.000 Verträgen wurden zuletzt so viele Ausbildungsverhältnisse geschlossen wie seit sechs Jahren nicht mehr. Für 100 Bewerberinnen und Bewerber standen je 106 Angebote bereit. Drei von vier Jugendlichen wurden nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Diese guten Aussichten spiegeln sich auch in der Ausbildung von Geflüchteten wider: Rund 14.000 mündeten 2018 in eine Berufsbildung ein, 2016 waren es nur 10.000 gewesen.

Dennoch gibt es zweifellos Probleme auf dem Ausbildungsmarkt, nämlich vor allem ein Passungsproblem: Einerseits wächst die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze stetig und stehen Betriebe vor einem wachsenden Nachwuchsmangel. Andererseits gibt es nach wie vor Regionen, in denen es für Jugendliche nicht einfach ist, einen Ausbildungsplatz ihrer Wahl zu finden, und haben besonders beliebte Branchen und Betriebe immer noch mehr Anfragen von Jugendlichen, als sie Ausbildungsplätze bieten können. Schulabgänger interessieren sich zudem sehr stark für einige wenige Berufsbilder wie den Kfz-Mechatroniker und die Bürokauffrau, während andere Ausbildungsberufe nicht in Betracht gezogen werden.

2018 stieg die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze deutlich um 17,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Herausforderung ist es, Angebot und Nachfrage besser zusammenzubringen. Wer eine Ausbildung machen will, sollte die Chancen dort wahrnehmen, wo sie sich bieten – auch in einem anderen Ort oder gar einem anderen Bundesland. Mobilität ist ein Thema, das – je nach Region – auch zur Beruflichen Orientierung gehören sollte.

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