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Berufsorientierung über social media immer wichtiger – neue Studie erschienen

Wie haben sich Jugendliche in der Corona-Pandemie über Berufe und Chancen informiert? Nicht erstaunlich hat vor allem die digitale Berufsorientierung stark zugelegt. Aber: Schülerinnen und Schüler finden es am allerbesten, wenn Unternehmen persönlich zu Besuch in die Schule kommen. Also ist ein Mix aus klassischen und digitalen Angeboten der Berufsorientierung wohl richtig als das „new normal“ nach Corona. Die KOFA-Studie 2/2021 hat die verschiedenen Wege der Berufsorientierung analysiert.

Digitale Berufsorientierung nutzt ein Viertel
Gerade zurzeit der Schulschließung waren zum einen die Eltern  die ersten Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung – man saß mit Homeschooling und Homeoffice gemeinsam daheim. Klassische Angebote mit außerschulischen Kontakten wie Berufsmessen, Betriebsbesichtigungen und vor allem Praktika konnten nicht stattfinden. Viele Unternehmen und andere Akteure hatten digitale Angebote aufgesetzt: digitale Unternehmenstalks, Online-Berufsberatungen, virtuelle Ausbildungsmessen und ähnliches. 28 % der befragten Jugendlichen haben denn auch eines oder mehrere digitale Angebote der Berufsorientierung genutzt. Am häufigsten waren dabei digitale Berufsberatungen, während nur 10 % eine digitale Berufsmesse erleben konnten; noch weniger verbreitet waren digitale Unternehmenstalks.

YouTube als Orientierungsplattform
Über ein Viertel der Jugendlichen nutzte Social-Media-Kanäle zur Berufsorientierung, allen voran die Plattformen Instagram und YouTube. Für die Schülerinnen und Schüler sind sie für viele Fragen, so nun auch für die Berufsorientierung, wichtige Informationsquellen. 83 % der jungen Leute, die auf YouTube nachschauten, fanden die Videoplattform besonders hilfreich; Instagram wurde von 60 Prozent als hilfreich bei der Berufsorientierung eingeschätzt.

Schülerinnen und Schüler wünschen sich Unternehmen in der Schule
Über 80 Prozent der jungen Leute hätten am liebsten die Berufsorientierung von Unternehmen – sicherlich, weil sie sich davon „echte“ Informationen aus erster Hand erhoffen, das direkte Feedback. Am häufigsten wünschen sich die Schülerinnen und Schüler Unterrichtsbesuche, bei denen Unternehmensvertreter zu ihnen  in die Schule kommen. Vier von zehn der befragten Jugendlichen hoffen auf Betriebspraktika, ein Drittel der Befragten fände Betriebsbesuche vor Ort interessant.

Was die Schülerinnen und Schüler nicht wirklich hilfreich finden, ist es, wenn Unternehmen die Informationen für Lehrkräfte und Eltern bereitstellen – sie wollen die Berufsinformationen direkt bekommen und nicht über „Umwege“!

Kaufmännische und MINT-Berufe sind beliebt
Laut der Studie sehen sich zurzeit nur 13 % vor einer beruflichen Ausbildung. Über 30 % orientieren sich eher Richtung Studium, ein Drittel machte keine Angabe, 10 % sind sich unsicher, ob eher Ausbildung oder Studium. Besonders offen für eine berufliche Ausbildung waren Jugendliche, die sich für kaufmännische Berufe interessierten. Häufig genannt waren eben die kaufmännischen Berufe wie Bürokaufleute oder ein BWL-Studium, aber auch MINT-Berufe wie Laborantin/ Laborant oder Ingenieursstudiengänge. Unverändert „typisch“ sehen sich junge Männer eher in den MINT-Berufen, junge Frauen eher in Gesundheits- und sozialen Berufen.

Fazit: Der Mix macht’s. Digitale Ausbildungsmessen, virtuelles Azubi-Speed-Dating, Online-Praktika oder Social Media sind wichtige digitale Wege, damit sich Jugendliche über Berufe informieren können. Dennoch bleiben echte und direkte Begegnungen für die ganz große Mehrheit der jungen Menschen besonders wichtig. Es ist sehr zu hoffen, dass die weitere Entwicklung dies wieder ermöglicht!

Mehr Informationen unter: www.kofa.de/service/news/detailseite/news/neue-digitale-wege-der-berufsorientierung.

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