Die Bundesschülerkonferenz (BSK) hat…
Bildungsmonitor 2025: Berufsorientierung hat Potenzial
Die Berufsorientierung in Deutschland ist vielfältig und stark ausgebaut, insbesondere auf Landesebene. Trotz dieser Breite zeigt sich, dass eine stärkere empirische Fundierung notwendig ist, um Jugendliche gezielter und wirksamer auf ihren Übergang von der Schule in die Berufswelt vorzubereiten. So beobachtet der „Bildungsmonitor 2025“ des Institut der deutschen Wirtschaft Köln die Lage im Blick auf die Länder.
Die zentralen Ergebnisse:
Status Quo der Berufsorientierung
- Deutschland verfügt über ein umfangreiches System zur Berufsorientierung mit vielen Angeboten wie Praktika, Berufsfelderkundungen und Beratung.
- Die KMK dokumentiert diese Maßnahmen detailliert, jedoch ist die Vielfalt schwer überschaubar.
Potenzial durch Datenerhebung
- Eine bessere Datengrundlage (z. B. durch Schüler-ID) kann helfen, individuelle Bildungsprofile zu erstellen.
- Dies ermöglicht passgenaue Beratung und frühzeitige Förderung fehlender Kompetenzen.
Gegen stereotype Selbstbilder
- Mädchen unterschätzen ihre Fähigkeiten in MINT-Fächern häufiger.
- Empirische Daten können helfen, solche Verzerrungen zu erkennen und zu korrigieren.
Internationaler Vergleich (PISA 2022)
- Deutschland schneidet bei der festen Verankerung der Berufsberatung im Unterricht besser ab als Kanada und Schweden, aber schlechter als Dänemark und UK.
- Berufsberatung erfolgt meist durch Fachlehrkräfte, die Berufsberatung ergänzt.
Orientierung der Schülerinnen und Schüler
- Viele Jugendliche fühlen sich zu wenig vorbereitet auf das Berufsleben.
- Internetrecherche ist verbreiteter als persönliche Beratung.
- Fehlorientierung ist nicht selten, besonders bei Jugendlichen mit niedrigem sozioökonomischem Hintergrund.
Empfehlungen des Bildungsmonitor 2025
- Frühzeitige Risikoerkennung und systematischer Datenaustausch mit der Bundesagentur für Arbeit.
- Nutzung der Schüler-ID zur Verfolgung von Bildungswegen und zur Entwicklung besserer Konzepte.

Die Studie zeigt deutlich: Berufsorientierung ist ein zentraler Bestandteil der Bildungsbiografie, wird aber noch nicht ausreichend datenbasiert und individuell gestaltet. Eine stärkere empirische Fundierung kann helfen, Fehlorientierungen zu vermeiden, Potenziale besser zu nutzen und Chancengleichheit zu fördern.




