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3. Netzwerktag Berufswahl-SIEGEL Nordrhein-Westfalen in Köln

Am Mittwoch, den 4. März 2020, wurde die Agentur für Arbeit Köln zum größten Klassenzimmer Deutschlands: Rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen kamen zusammen, um sich beim Jahreskongress des Berufswahl-SIEGELS NRW zu vernetzen und voneinander zu lernen. Unter der Überschrift Berufliche „Orientierung 2030“ befassten sich Vorträge, Workshops und ein Gallery-Walk mit vielen Ideen aus nordrhein-westfälischen Schulen zur Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung. Am Nachmittag informierte sich auch NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer über die schulischen Angebote und kam mit den Teilnehmenden ins Gespräch.

Das Berufswahl-SIEGEL gibt es in NRW seit rund 20 Jahren! Ministerin Gebauer unterstrich, dass sich das Landesprogramm zur Berufsorientierung „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ und das Berufswahl-SIEGEL in idealer Weise ergänzen: „Das Ziel von KAoA ist es, allen jungen Menschen eine Orientierungshilfe und Anschlussperspektive für die Berufsausbildung oder das Studium zu geben. Und mit dem Berufswahl-SIEGEL wird eine ausgezeichnete Berufliche Orientierung nach außen sichtbar gemacht. So lassen sich weitere Schulen motivieren und inspirieren.“ Weiter erklärte Ministerin Gebauer: „Es lässt sich heute nur schwer erahnen, welche Berufe unsere Schülerinnen und Schüler in zehn Jahren ergreifen werden. Viele davon existieren heute noch nicht einmal. Aber wir können jetzt schon die Grundlagen dafür legen, dass sie die für sie richtige Entscheidung treffen. Ich danke allen Beteiligten für das großartige Engagement und die vielen kreativen Ideen.“

Torsten Withake, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit, betonte, dass die kontinuierliche Modulation des individuellen Entwicklungspfades und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen eine Kernkompetenz für den Erfolg im Berufsleben von heute und morgen seien. Die erfolgreichen Anpassungen im Verlauf des Berufswegs hingen wesentlich ab von der Kompetenz zur Entscheidungsfindung. Wörtlich sagte Withake: „Hinter scheinbar einfachen Fragen, die das Berufswahl-SIEGEL stellt, etwa ‚Welche Praktika lassen sich organisieren, welche Workshops zum Beispiel in Firmen?‘ steht im Kern die wichtige Frage: Wie können wir gemeinsam Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützen, damit sie an der Schwelle zum Erwachsenwerden nachhaltige Erfahrungen mit der Welt der Berufe und der Vielfalt der beruflichen Möglichkeiten machen können? Und dadurch frühzeitig die Mittel und Kompetenzen an die Hand bekommen, ihre Zukunft erfolgreich zu gestalten. Mit einer guten Beruflichen Orientierung können wir Schülerinnen und Schülern bei ihrem Einstieg in ein selbstbestimmtes Leben und lebenslanges Lernen unterstützen. Wenn das gut gelingt, ist das wegweisend für das gesamte berufliche Leben der jungen Menschen.“

Dirk Werner, Institut der Deutschen Wirtschaft, hob hervor, dass der digitale Wandel die Berufe und die Anforderungen im Arbeitsleben verändere. Eine duale Ausbildung sei nach wie vor eine sehr gute Basis für den Start in eine berufliche Karriere. Aber in der Berufsorientierung würde es immer wichtiger, praktische Einblicke in die Arbeitswelt zu gewinnen. „Welcher Beruf passt zu mir? Was sollten Schulabgänger mitbringen? Was haben Unternehmen zu bieten? Bei der Berufswahl können digitale Angebote und Medien einen wichtigen Beitrag leisten.“

Im Gallery-Walk stellten sich elf NRW-Schulen mit ihren „ausgezeichneten Ideen“ vor. So präsentierte sich die Kölner Katholische Hauptschule Großer Griechenmarkt mit ihrer Einbindung von Unternehmen und Institutionen in die Berufliche Orientierung der Schule, die Anna-Freud-Schule erläuterte ihr innovatives Konzept der Beruflichen Orientierung für Schülerinnen und Schüler mit Körperbehinderungen, chronischen sowie psychosomatischen Erkrankungen. In Workshops beschäftigten sich auch die Schülerinnen und Schüler selbst mit ihrem weiteren Weg in die berufliche Zukunft. Die Lehrkräfte thematisierten im Gespräch vor allem die Gestaltung von Kooperationen von Schulen und Unternehmen, die zukunftsorientierte Art und Weise von Berufsorientierung im digitalen Wandel und die Förderung von Medienkompetenz.

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