skip to Main Content

Fachtagung: Schülerbetriebspraktikum erfolgreich gestalten

Schülerbetriebspraktika sind fester Bestandteil der Beruflichen Orientierung in der weiterführenden Schule. Junge Menschen können Ausbildungsberufe kennenlernen, Betriebe sich den Nachwuchs anschauen und für sich werben. Dass es dennoch im Einzelnen nicht immer einfach ist, das Praktikum zum Erfolg zu führen, war Ausgangspunkt der gemeinsamen Fachtagung von Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland am 16. Januar 2020 mit 140 Gästen in Berlin.

Den Auftakt machten vier aufgeweckte Schülerinnen und Schüler mit den Erfahrungen aus ihren Praktika: Sie fanden die Teile besonders interessant, bei denen sie selbst etwas bewirken und gestalten konnten. Ist der Generation Z mehr an Selbstbestimmung als an Arbeit gelegen, fragte Moderatorin Heike Hunecke die Runde: Usamah Hammoud, Bundesschülerkonferenz, meinte, das Arbeitsleben und die Berufswahl seien für die Jugendlichen einfach noch nicht greifbar. Jürgen Böhm, Vorsitzender des Realschullehrerverbands, mahnte, auch Selbstständigkeit als Option aufzuzeigen und die Berufsorientierung mit ökonomischer Bildung zu verbinden. Johannes Pfeiffer erläuterte für die BA die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt – die Unterschiede zwischen Regionen, Berufen und auch zwischen Mädchen und Jungen – seien enorm; das Praktikum könne gut genutzt werden, um Alternativen nahezubringen. Für die Unternehmen zeigte Angela Papenburg, wie die Bauwirtschaft weniger beliebte Berufe sehr wohl attraktiv machen kann. Dabei spielt auch der Einsatz digitaler Medien eine Rolle.

Dies schilderte sie auch eindrucksvoll im anschließenden Forum. In den 6 Foren wurden „gute Beispiele“ für schwierige Fälle vorgestellt und diskutiert. Dazu zählten – neben den Schlechtwetterjobs der Bauwirtschaft – die Lage in der Großstadt mit hohem Migrantenanteil (Wolfgang-Borchert-Schule, Berlin) und die Situation im ländlichen Raum und im Handwerk (Kopfmann Elektrotechnik Teningen). In Hamburg sichert die „Besondere Betriebliche Lernaufgabe“ die Zielorientierung des Praktikums, in Hessen ist der Schülerwettbewerb „Bester Praktikumsbericht“ sehr erfolgreich. Auch die Angebote der Berufsberatung der BA fanden lebhaftes Interesse. Am Schluss zeigten Schülerinnen einen unterhaltsamen Kurzfilm mit ihren Eindrücken zur Fachtagung, die sie im Laufe des Tages gesammelt und mit Unterstützung der Deutschen Kinemathek aufbereitet hatten.

Back To Top