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Jugendliche vermissen ökonomische Bildung in der Schule

Jugendliche wünschen sich mit großer Mehrheit mehr Informationen der Schule über wirtschaftliche Zusammenhänge, lautet das zentrale Ergebnis der Jugendstudie 2021 des Bankenverbandes. Mehr als drei Viertel halten deshalb die Einführung eines eigenen Unterrichtsfachs Wirtschaft für erforderlich.

Das hat einen guten Grund, wie die Studie zeigt: 30% der Befragten zwischen 14 und 24 Jahren geben an, in der Schule so gut wie nichts über Wirtschaft erfahren zu haben, 38% meinen, es war „nicht so viel“ und nur 30% halten es für „viel“. Es ist daher nicht erstaunlich, dass sich 76% einen höheren Stellenwert der ökonomischen Bildung in der Schule wünschen und 77% für ein eigenes Unterrichtsfach eintreten. 18% schließen sich dieser Forderung nicht an und 5% geben an, bereits ein solches Fach zu haben.

Insbesondere in Sachen Finanzbildung sehen sich die Jugendlichen unzureichend informiert. Die Befragung nach konkreten und gängigen Begriffen der Finanzwelt zeigte sogar eine Verschlechterung des Wissens gegenüber der letzten Befragung 2018.

Jugendliche haben insbesondere in der Corona-Pandemie den Eindruck gewonnen, nicht wahrgenommen und mit ihren Wünschen nicht gehört zu werden: Eine deutliche Mehrheit gibt an, spürbar unter den Auswirkungen des Lockdowns gelitten zu haben und sich im Stich gelassen zu fühlen. Trotzdem schauen junge Menschen prinzipiell positiv in die Zukunft: 83% sind zuversichtlich, 87% Prozent sind mit ihrem Leben eher zufrieden, auch wenn 36 % ihre Zukunftschancen durch die Pandemie etwas und 8 % sogar stark beeinträchtigt sehen.

Für eine bessere öko­nomische Bildung gibt es Abhilfe:
Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT bietet Materia­lien und Koopera­tionen an.

Und seit einiger Zeit gibt es das Angebot eines Zukunftstags, bei dem Oberstufen­schülerinnen und -schüler über praktische Fragen wie Steuern, Finanzen, Versicherungen und Miete informiert werden.

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