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KI – von der großen Unbekannten zum Sparringspartner

Die erste Digital Insights Lounge 2024 fand großes Interesse mit rund 180 Lehrkräften und Berufsberaterinnen. Mit „Künstliche Intelligenz in der Berufsorientierung“ war ein Nerv getroffen, das bestätigten die Teilnehmenden in den Gesprächsrunden. KI ist noch die große Unbekannte – aber ist es nur ein vorübergehender Hype oder ein Strukturwandel, ist es die nächste Hürde oder eine neue gute Option?

Berufsbilder im Wandel

Elena Benner zeigte für SIEMENS, dass berufliche Kompetenzen durch KI nicht ersetzt, aber ergänzt werden. Gesucht sind jetzt keineswegs etwa nur noch Informatiker, sondern z.B. Elektro-Ingenieure mit KI-Kompetenzen. KI bedeute vor allem eine Arbeitsverbesserung: Angefangen bei Mails und Texten über Recherchen und Programmiersprachen zeige sich KI als Sparringspartner. Für die Fortbildung der Beschäftigten gibt es die SiTecSkills Academy, und SiTecSkills@schools macht KI für die Berufsorientierung erlebbar.

Bewerbung simulieren

Für Microsoft stellte Jutta Schneider, Helliwood media & education, den Innovationsschub für die Berufsorientierung durch die KI vor. So kann ein Jugendlicher mit der KI z.B. ein Bewerbungsgespräch simulieren. Prompten werde bald so selbstverständlich sein wie Googeln und Mailen. Wichtig: Die KI braucht so viel Kontext wie möglich, Fragen müssen präzise sein. Vorteil: Der künstliche Gesprächspartner ist nie müde, sondern stets wertschätzend. KI bietet zudem alle Sprachen, auch einfache Sprache ist möglich. Sensible Daten sollten ebenso wenig in die KI gegeben wie alle Antworten für wahr gehalten werden.

Märchen neu erzählen

Für SAP stellte Research Expert Jens Mönig dar, wie KI „unter dem Deckel“ funktioniert – ein bisschen wie bei der „Sendung mit der Maus“. Um die Technik nachvollziehen zu können, bildeten Märchen der Brüder Grimm den sprachlichen Bausatz, der mit Hilfe der Programmiersprache SNAP strukturiert und neu zusammen gesetzt wurde. Die generative KI erzählt wie eine Person, dabei sind auch dies wieder – Märchen. Alle solchen Modelle arbeiten letztlich mit Reihenfolgen und sind daher auch auf alles anwendbar, was Reihenfolgen entspricht.

In den Breakout-Rooms wurden Fragen aus dem Praxisalltag diskutiert – vom Datenschutz über Tools bis zu KI-Klischees. Jugendliche nutzen die KI zu oft als fertiges Produkt statt als Hilfestellung, die das eigene Arbeiten nur unterstützt. Gerade deshalb gilt es das Thema KI offensiv in die Berufsorientierung einzubauen. Alle waren sich einig: Veranstaltungen wie diese werden dringend gebraucht!

Für Schulen ist die Future Skills Box mit SCHULEWIRTSCHAFT und Berufswahl-SIEGEL eine Unterstützung.

Die nächste Digital Insights Lounge ist am 5. Juni, 16.30–18.00 Uhr!

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