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Praktika sind Königsweg in Ausbildung

Unternehmen finden ihren Nachwuchs am zielsichersten über Praktika. Dieser Weg ist auch deutlich erfolgreicher als auf Social Media zu setzen. Das zeigt die neue Publikation des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) „Viel hilft viel?!“.

Dafür wurden Angaben von 1.600 Ausbildungsbetrieben aus dem Jahr 2022 analysiert. Ein spannendes Ergebnis war dabei auch: Betriebe, die vor allem auf Praktika oder Veranstaltungen setzten, erhielten zwar weniger Bewerbungen, aber sie konnten die Ausbildungsplätze dann eher wirklich besetzen – es kam also zum richtigen Matching.

Laut der Studie nutzten die Unternehmen in der Regel fünf oder sechs verschiedene Möglichkeiten, um Nachwuchs für sich zu gewinnen. Drei Viertel der Unternehmen setzen auf die Anmeldung bei ihrer örtlichen Arbeits- oder Jugendagentur. 70 Prozent setzen auf das Betriebspraktikum, also nehmen den direkten Weg zum jungen Menschen. Zwei von fünf Unternehmen verließen sich auf indirekte Wege wie Anzeigen oder Werbung. Letztlich, so stellt die Untersuchung fest, ist das Praktikum oder auch die Veranstaltung erfolgversprechender, sprich führt zu einem Ausbildungsvertrag. Das wird mit dem entstandenen persönlichen Kontakt zusammenhängen, nimmt das Studienteam an. Denn so können Unternehmen und Jugendliche besser einschätzen, ob sie zueinander passen.

Die Veranstaltungen dürfen dabei auch digital sein, das ist für die „Generation Z“ ein ganz normales und akzeptables Angebot.

Das Matching ist das Hauptproblem beim Ausbildungsmarkt – und Praktika das beste Mittel, um es zu lösen. Der Studie zufolge blieben 73.400 Ausbildungsstellen (13,4%) unbesetzt, während 63.700 (11,5%) der Jugendlichen keinen Ausbildungsplatz finden konnten.

BIBB Report:
Viel hilft viel?! – Welche Wege Betriebe nutzen, um Ausbildungsplatzbewerber/-innen zu finden und wie erfolgreich sie damit sind
Margit Ebbinghaus, Christian Gerhards, Philipp Heyer, Sabine Mohr

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