skip to Main Content

Schulleitungen setzen auf mehr Lebenskompetenzen Schulleitungsstudie 2022

Schulleitungen möchten sich liebend gerne mit den zentralen Aufgaben an ihrer Schule beschäftigen – mit der Schulentwicklung, mit der Förderung der Lehrkräfte, mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins eigene Leben zu entlassen. Stattdessen sind sie im permanenten Kampf um kleinteilige Aufgaben der Verwaltung, der baulichen Ausstattung ihrer Schule und der Digitalisierung. Das ist von fast allen Schulleitungen im Gespräch zu hören – die neue Schulleitungsstudie des Cornelsen-Verlags unter Leitung des bekannten Professors Klaus Hurrelmann hat diese Sicht von Schulleitungen jetzt einmal zusammengetragen. Schulleitungen sollen Brücken schlagen, sitzen dann aber oft zwischen allen Stühlen, sie fühlen sich eher gebremst als unterstützt.

Mehr Verwaltung als Entwicklung
Die Schulleiterinnen und Schulleiter verbringen mit administrativen Tätigkeiten einen Großteil ihrer Arbeitszeit – bei 54 Prozent gehen damit wöchentlich sogar mehr als 10 Stunden drauf. Aktuell befassen sich Schulleitungen vor allem mit Fragen der digitalen Ausstattung (67 Prozent), mit Sanierungen, Um- oder Neubauten (62 Prozent), mit der Digitalisierung des Unterrichts (58 Prozent) und der Suche nach Lehrpersonal (54 Prozent). Zumal angesichts der herausfordernden Pandemie ist es nicht erstaunlich, dass zum Befragungszeitpunkt im Herbst 2021 72 Prozent der Schulleitungen unzufrieden auf das Jahr zurückblickten. Dennoch sehen 52 Prozent optimistisch in die weitere Zukunft!

Kompetenzen fürs Leben – auch für die Arbeitswelt
Die überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Schulleitungen wünschen sich, dass im Unterricht mehr Lebenskompetenzen vermittelt werden, um die jungen Menschen auf das Erwachsensein und die Arbeitswelt vorzubereiten. Eine der weiteren Aufgaben von Schule sehen Schulleitungen in der Berufsorientierung – sie steht wie die Lebenskompetenzen für ein erweitertes Verständnis von Bildung und Lernen in der Schule.

88% der Befragten bejahen die Frage, ob Schule eine Berufs- und Arbeitsmarktorientierung bieten solle. Einige Schulleitungen meinen, es sei nicht das Ziel, spätere Abbrüche in der Berufs- und Studienwahl zu vermeiden, und setzen ganz auf Persönlichkeitsentwicklung. „Festzuhalten ist, dass eine an Berufsorientierung ausgerichtete Schule andere Vorstellungen über das Curriculum von Schule entwickelt“ (S. 46).

Bei den gesellschaftlichen Themen sind den Leitungsverantwortlichen insbesondere „Digitale Bildung und Mündigkeit“ (92 Prozent), „Gesundheit und Ernährung“ (90 Prozent) und „Demokratie“ (88 Prozent) wichtig. Die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler verstehen 97 Prozent der Schulleitungen als eine elementare Aufgabe und setzen zu 92 Prozent dabei auf individuelle Förderung.

Schule der Zukunft
Für die Zukunft wünschen sich die befragten Schulleitungen vor allem eine stärkere fächerübergreifende Verflechtung von Unterrichtsinhalten, auch mehr projektorientiertes Lernen. 82 Prozent setzen auf die Ganztagsschule als Leitmodell, insbesondere als Faktor für Bildungschancen. Schulleitungen wollen mehr Autonomie und Gestaltungsfreiheit – eine umfassendere Entscheidungsbefugnis bei Personalauswahl, Mitteleinsatz und Schulentwicklung bei klaren, einheitlichen und verlässlichen Rahmensetzungen durch die Bildungspolitik.

Schulleitungen setzen auf mehr Lebenskompetenzen Schulleitungsstudie 2022

Schulleitungen möchten sich liebend gerne mit den zentralen Aufgaben an ihrer Schule beschäftigen – mit der Schulentwicklung, mit der Förderung der Lehrkräfte, mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler gut vorbereitet ins eigene Leben zu entlassen. Stattdessen sind sie im permanenten Kampf um kleinteilige Aufgaben der Verwaltung, der baulichen Ausstattung ihrer Schule und der Digitalisierung. Das ist von fast allen Schulleitungen im Gespräch zu hören – die neue Schulleitungsstudie des Cornelsen-Verlags unter Leitung des bekannten Professors Klaus Hurrelmann hat diese Sicht von Schulleitungen jetzt einmal zusammengetragen. Schulleitungen sollen Brücken schlagen, sitzen dann aber oft zwischen allen Stühlen, sie fühlen sich eher gebremst als unterstützt.

Mehr Verwaltung als Entwicklung
Die Schulleiterinnen und Schulleiter verbringen mit administrativen Tätigkeiten einen Großteil ihrer Arbeitszeit – bei 54 Prozent gehen damit wöchentlich sogar mehr als 10 Stunden drauf. Aktuell befassen sich Schulleitungen vor allem mit Fragen der digitalen Ausstattung (67 Prozent), mit Sanierungen, Um- oder Neubauten (62 Prozent), mit der Digitalisierung des Unterrichts (58 Prozent) und der Suche nach Lehrpersonal (54 Prozent). Zumal angesichts der herausfordernden Pandemie ist es nicht erstaunlich, dass zum Befragungszeitpunkt im Herbst 2021 72 Prozent der Schulleitungen unzufrieden auf das Jahr zurückblickten. Dennoch sehen 52 Prozent optimistisch in die weitere Zukunft!

Kompetenzen fürs Leben – auch für die Arbeitswelt
Die überwältigende Mehrheit von 93 Prozent der Schulleitungen wünschen sich, dass im Unterricht mehr Lebenskompetenzen vermittelt werden, um die jungen Menschen auf das Erwachsensein und die Arbeitswelt vorzubereiten. Eine der weiteren Aufgaben von Schule sehen Schulleitungen in der Berufsorientierung – sie steht wie die Lebenskompetenzen für ein erweitertes Verständnis von Bildung und Lernen in der Schule.

88% der Befragten bejahen die Frage, ob Schule eine Berufs- und Arbeitsmarktorientierung bieten solle. Einige Schulleitungen meinen, es sei nicht das Ziel, spätere Abbrüche in der Berufs- und Studienwahl zu vermeiden, und setzen ganz auf Persönlichkeitsentwicklung. „Festzuhalten ist, dass eine an Berufsorientierung ausgerichtete Schule andere Vorstellungen über das Curriculum von Schule entwickelt“ (S. 46).

Bei den gesellschaftlichen Themen sind den Leitungsverantwortlichen insbesondere „Digitale Bildung und Mündigkeit“ (92 Prozent), „Gesundheit und Ernährung“ (90 Prozent) und „Demokratie“ (88 Prozent) wichtig. Die Chancengleichheit aller Schülerinnen und Schüler verstehen 97 Prozent der Schulleitungen als eine elementare Aufgabe und setzen zu 92 Prozent dabei auf individuelle Förderung.

Schule der Zukunft
Für die Zukunft wünschen sich die befragten Schulleitungen vor allem eine stärkere fächerübergreifende Verflechtung von Unterrichtsinhalten, auch mehr projektorientiertes Lernen. 82 Prozent setzen auf die Ganztagsschule als Leitmodell, insbesondere als Faktor für Bildungschancen. Schulleitungen wollen mehr Autonomie und Gestaltungsfreiheit – eine umfassendere Entscheidungsbefugnis bei Personalauswahl, Mitteleinsatz und Schulentwicklung bei klaren, einheitlichen und verlässlichen Rahmensetzungen durch die Bildungspolitik.

Back To Top