skip to Main Content

Wie sehen junge Menschen ihre Zukunft im Berufsleben? Die Shell-Jugendstudie gibt Auskunft

Die neue Shell Jugendstudie bestätigt den Eindruck der „Generation Z“ – eine positive Jugend, die unsere Demokratie und ein weltoffenes Europa bejaht. Familie, der persönliche Nahkreis, ist ihnen besonders wichtig. Themen wie Umweltschutz und Klimawandel haben klar und deutlich an Bedeutung gewonnen. Allerdings gibt es einen – geradezu verfestigten – Teil von Jugendlichen, die sich abgehängt fühlen und kaum noch eine Perspektive für sich sehen, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Schulbildung.

Wie sieht die junge Generation ihre berufliche Zukunft? Und was heißt das für die Berufliche Orientierung?

Die jungen Menschen von 12 bis 25 Jahren wollen einen gesicherten und eigenständigen Platz in der Gesellschaft erreichen, sie sehen viele Chancen, die sich auftun, und wollen sie möglichst gut ergreifen können. Bei den Erwartungen an die Berufstätigkeit dominiert das Bedürfnis nach Sicherheit: Einen sicheren Arbeitsplatz halten 93 % der Jugendlichen für (sehr) wichtig. Für genauso viele dürfen Familie und Kinder neben dem Beruf nicht zu kurz kommen. Zeit für den Nahbereich, Freizeit, muss sein! Für den Job umzuziehen oder mit Überstunden am Wochenende die Karriere anzufeuern, finden am wenigsten Zustimmung bei den Befragten. Junge Männer betonen eher die Nutzen- und Karriereorientierung, während jungen Frauen die Erfüllung im Beruf, die Vereinbarkeit und Planbarkeit der Berufstätigkeit wichtiger sind. Wenn sie Prioritäten setzen sollen, rangieren für die meisten Befragten die Sicherheit des Arbeitsplatzes, genügend Freizeit und ein hohes Einkommen weit vorne.

Vier Typen jugendlicher Berufsorientierung:

  • Die Durchstarter (32 %) wollen alles – Karriere und Erfüllung sind für sie im Erwerbsleben zentral. Sie glauben an das Aufstiegsversprechen, durch harte Arbeit zum Erfolg zu kommen, und bewerten die Chancenverteilung in Deutschland – häufiger als andere – als gerecht. Zugleich haben sie öfter das Gefühl, dass andere über ihr Leben bestimmen.
  • Die Idealisten (21 %) stellen den Aspekt der Erfüllung eindeutig in den Vordergrund. Dennoch soll der Beruf nicht ihr gesamtes Leben dominieren. Planbarkeit und Nutzen sind ihnen weniger wichtig, aber Überstunden müssen auch nicht sein. Sie haben häufiger bessere Schulabschlüsse und stammen öfter aus der oberen Mittel- und Oberschicht. Vor allem in den westlichen Bundesländern und bei Deutschen ohne Migrationshintergrund ist die idealistische Orientierung häufiger anzutreffen.
  • Bei Bodenständigen (24 %) dominieren beim Beruf Nutzen und Planbarkeit. Dem Wunsch nach Erfüllung stehen sie neutral gegenüber, Vereinbarkeit und Karriere sind ebenso wenig ihr Thema, es sind vor allem jüngere Männer. In den westdeutschen Bundesländern sorgen sie sich eher um ihren Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Sie glauben nicht so recht an das Aufstiegsversprechen durch Arbeit und dass es gerecht zugehe.
  • Die Distanzierten (23 %) fühlen sich von wesentlichen Aspekten des Berufslebens nicht angesprochen – weder Nutzen noch Sinn oder Vereinbarkeit. Stattdessen sind ihnen Karriere und mehr noch die alltägliche Planbarkeit der Arbeit sehr wichtig. Sie stammen häufiger aus niedrigeren sozialen Schichten und sind weniger gut gebildet, sorgen sich – ebenso wie die Bodenständigen – um Verlust des Arbeits- oder Ausbildungsplatzes. Sie sind im Vergleich zu allen anderen Gruppen am wenigsten bereit, Vielfalt anzuerkennen und zu respektieren.
Back To Top