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Soziale Berufe werden bei Jugendlichen attraktiver

Jugendliche sind durch die Corona-Krise jetzt stärker an Berufen in der Pflege und der Kinderbetreuung interessiert. Diese systemrelevanten Berufsfelder sind in den Krisen-Monaten neu in den Blickpunkt gerückt. “Indem Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales nun prominenter im öffentlichen Rampenlicht stehen, verschiebt sich das Bewertungsraster von Berufsfeldern, d.h. die Einschätzung, welche Berufsgruppen in der Gesellschaft hohe Anerkennung genießen“  und geraten „stärker in das Blickfeld von Jugendlichen, die sich bislang weniger mit diesem Feld auseinander gesetzt haben“. So stellt das renommierte SINUS-Institut in seiner aktuellen Studie „Kindertagesbetreuung und Pflege – attraktive Berufe?“ für das Bundesfamilienministerium am 7. Juli 2020 fest.

24 Prozent der über 1000 befragten Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren kann sich vorstellen, in der Kindertagesbetreuung zu arbeiten,, 21 Prozent in der Pflege. Alter von 14 bis 20 Jahren, repräsentativ für ganz Deutschland befragt. Jugendliche sind grundsätzlich motiviert und optimistisch: Sie wollen beruflich etwas bewirken und gestalten, dabei aber auch Perspektiven gewinnen und sich weiterentwickeln. Eine Karriere ist ihnen zwar wichtig, aber überhaupt kein Selbstzweck, sondern Mittel zur Verwirklichung. Bei der Berufswahl sind die Eltern die zentralen Ratgeber, aber auch Freunde sind wichtig als „Inspirations- und Informationsquelle sowie sozialer Spiegel“. Angesichts der aktuellen Lage sehen die Jugendlichen eine eher ungewisse Zukunft mit vielen Fragezeichen vor sich. Nicht zuletzt hat sich dadurch die Wahrnehmung von Berufsfeldern und ihrer Anerkennung in der Gesellschaft gewandelt. Der Bedarf an Fachkräften ist in der Kinderbetreuung wie in der Pflege enorm und wächst zurzeit weiter – also eine gute Chance in unsicheren Zeiten! Allerdings müssen dann auch Attraktivitätsfaktoren wie Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf auch wirklich realisiert werden.

> PDF-Download der Befragung des SINUS Instituts

Grafik: SINUS-Institut

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