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Super Chancen für junge Menschen im MINT-Bereich

Rekordzahlen: Die Arbeitskräftelücke in Deutschland hat in diesem Monat eine Höchststand erreicht – bundesweit konnten 319.500 offene Stellen im MINT-Bereich (M = Mathematik, I = Informatik, N = Naturwissenschaft, T = Technik) nicht besetzt werden. Und dies gilt für alle Anforderungsniveaus: Die größte Lücke klafft mit 150.000 fehlenden Arbeitskräften bei den MINT-Facharbeiterberufen, gefolgt von 136.000 Personalbedarf bei den MINT-Experten sowie immerhin noch 34.000 im Bereich der Spezialisten. Die eklatantesten Engpässe bestehen im Bereich Energie/Elektro, wo 82.500 Stellen leer stehen, und im IT-Bereich, in dem  60.600 Menschen fehlen.

Voraussichtlich wird die Nachfrage nach Arbeitskräften im MINT-Bereich noch weiter steigen, wenn wir an die wachsenden Aufgaben in der Digitalisierung und dem Klimaschutz denken. Genau in diesem Moment geht die Zahl der jungen Menschen ganz stark zurück, die sich für einen MINT-Beruf interessieren (könnten). Zum einen sind einfach weniger junge Menschen da – demographischer Knick – , zum anderen zögern die Jugendlichen in und nach der Corona-Pandemie aber auch, sich für eine Ausbildung – oder ein Studium – zu bewerben und bleiben lieber erst einmal in vertrauten schulischen Bahnen. Corona hat zudem auch noch „Lernlücken“ verursacht, die sich negativ auf die MINT-Kompetenzen der Schulabsolventinnen und -absolventen auswirken werden. Auf dem Ausbildungsmarkt wirkt sich der generelle Rückgang an Bewerberinnen und Bewerbern ebenfalls spürbar auf den MINT-Bereich aus,  und auch an den Hochschulen zeigt sich ein deutlicher Rückgang an MINT-Studierenden von 198.000 Erstsemestern im Jahr 2016/2017 auf zuletzt 172.000 Erstsemester.

Zudem wählen deutlich weniger junge Frauen als junge Männer einen MINT-Ausbildungsberuf oder ein MINT-Studium. Der Anteil der Frauen in MINT-Berufen hat sich im Schnitt in den letzten zehn Jahren von 13,8 % auf 15,6 % nur leicht erhöht. Der Frauenanteil liegt dabei in Westdeutschland mit 15,2 % etwas unter dem Bundesdurchschnitt und in Ostdeutschland mit 16,6 % darüber.

Was tun?

  • In der Beruflichen Orientierung sollten die Jugendlichen auf den MINT-Bereich und die guten Chancen – auf allen Qualifikationslevels – hingewiesen werden.
  • Mädchen und junge Frauen müssen mehr als bisher für die MINT-Themen begeistert und für MINT-Berufe gewonnen werden – dann schließt sich auch der „Gender Pay Gap“ weiter.
  • Zuwanderung ist notwendig – ohne ausländische Beschäftigte würden jetzt schon 312.000 Personen zusätzlich fehlen.

Der aktuelle MINT-Frühjahrsreport wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft halbjährlich im Auftrag von BDA, Gesamtmetall und „MINT Zukunft schaffen“ erstellt und enthält alle aktuellen Entwicklungen und Analysen zu Angebot und Nachfrage auf dem MINT-Arbeitsmarkt.

Super Chancen für junge Menschen im MINT-Bereich

Rekordzahlen: Die Arbeitskräftelücke in Deutschland hat in diesem Monat eine Höchststand erreicht – bundesweit konnten 319.500 offene Stellen im MINT-Bereich (M = Mathematik, I = Informatik, N = Naturwissenschaft, T = Technik) nicht besetzt werden. Und dies gilt für alle Anforderungsniveaus: Die größte Lücke klafft mit 150.000 fehlenden Arbeitskräften bei den MINT-Facharbeiterberufen, gefolgt von 136.000 Personalbedarf bei den MINT-Experten sowie immerhin noch 34.000 im Bereich der Spezialisten. Die eklatantesten Engpässe bestehen im Bereich Energie/Elektro, wo 82.500 Stellen leer stehen, und im IT-Bereich, in dem  60.600 Menschen fehlen.

Voraussichtlich wird die Nachfrage nach Arbeitskräften im MINT-Bereich noch weiter steigen, wenn wir an die wachsenden Aufgaben in der Digitalisierung und dem Klimaschutz denken. Genau in diesem Moment geht die Zahl der jungen Menschen ganz stark zurück, die sich für einen MINT-Beruf interessieren (könnten). Zum einen sind einfach weniger junge Menschen da – demographischer Knick – , zum anderen zögern die Jugendlichen in und nach der Corona-Pandemie aber auch, sich für eine Ausbildung – oder ein Studium – zu bewerben und bleiben lieber erst einmal in vertrauten schulischen Bahnen. Corona hat zudem auch noch „Lernlücken“ verursacht, die sich negativ auf die MINT-Kompetenzen der Schulabsolventinnen und -absolventen auswirken werden. Auf dem Ausbildungsmarkt wirkt sich der generelle Rückgang an Bewerberinnen und Bewerbern ebenfalls spürbar auf den MINT-Bereich aus,  und auch an den Hochschulen zeigt sich ein deutlicher Rückgang an MINT-Studierenden von 198.000 Erstsemestern im Jahr 2016/2017 auf zuletzt 172.000 Erstsemester.

Zudem wählen deutlich weniger junge Frauen als junge Männer einen MINT-Ausbildungsberuf oder ein MINT-Studium. Der Anteil der Frauen in MINT-Berufen hat sich im Schnitt in den letzten zehn Jahren von 13,8 % auf 15,6 % nur leicht erhöht. Der Frauenanteil liegt dabei in Westdeutschland mit 15,2 % etwas unter dem Bundesdurchschnitt und in Ostdeutschland mit 16,6 % darüber.

Was tun?

  • In der Beruflichen Orientierung sollten die Jugendlichen auf den MINT-Bereich und die guten Chancen – auf allen Qualifikationslevels – hingewiesen werden.
  • Mädchen und junge Frauen müssen mehr als bisher für die MINT-Themen begeistert und für MINT-Berufe gewonnen werden – dann schließt sich auch der „Gender Pay Gap“ weiter.
  • Zuwanderung ist notwendig – ohne ausländische Beschäftigte würden jetzt schon 312.000 Personen zusätzlich fehlen.

Der aktuelle MINT-Frühjahrsreport wird vom Institut der Deutschen Wirtschaft halbjährlich im Auftrag von BDA, Gesamtmetall und „MINT Zukunft schaffen“ erstellt und enthält alle aktuellen Entwicklungen und Analysen zu Angebot und Nachfrage auf dem MINT-Arbeitsmarkt.

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