Smart Film Safari – das Finale

  • 15. April 2021

Bei der Smart Film Safari 2020/21 konnten sich Schülerteams mit ihrem Storyboard für einen Handyfilm zum Thema „Berufsbild Gründer: Von der Idee zum Startup“ bewerben.

Fünf Ideen wurden ausgesucht und konnten trotz der aktuellen widrigen Bedingungen von den Schulteams umgesetzt werden, unterstützt von Filmprofis der Deutschen Kinemathek. Auch wenn die ursprünglichen Vorstellungen nicht alle komplett umgesetzt werden konnten – dass die Schülerteams trotzdem ihre Idee realisiert und einen Film erstellt haben, ist ganz große Klasse!

Am Dienstag, den 27. April 2021, 15.00–16.30 Uhr, kann daher nun das Finale der Smart Film Safari stattfinden!

Dabei werden die entstandenen Filme gezeigt und die Teams mit den Schülerinnen und Schülern und ihrer Lehrkraft vorgestellt. Schließlich wählt eine Jury den Bundessieger aus den Filmen aus. Zum Thema des Wettbewerbs steht vorab Arbeitgeberpräsident und Unternehmer Rainer Dulger zum Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern bereit. Und einer der Filmschaffenden, Konrad Mühe, wird das „Making of“ unter Corona-Bedingungen erläutern.

Wer teilnehmen möchte, kann sich gerne anmelden unter info@berufswahlsiegel.de

Nach der Veranstaltung werden alle Filmclips auf dem YouTube-Kanal von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland zur Verfügung gestellt und sind natürlich auch hier auf der Website zu sehen. Wir sind schon sehr gespannt!

Programm 15–16.30 Uhr (Videokonferenz)

Der Start ins Finale
Moderation Donate Kluxen-Pyta und Stefanie Özmen

Das Warming-up
Gespräch mit Konrad Mühe, Filmbetreuer, zum “Making of” mit Corona

Der Talk
BDA-Präsident Rainer Dulger im Interview mit Schülerinnen und Schülern zum Thema Selbstständigkeit – Gründergeist – Unternehmertum

Die Jury
Dorothea Engelmann (Bundesagentur für Arbeit), Burkhard Kübel-Sorger (J.P. Morgan), Jurek Sehrt (Deutsche Kinemathek), Barbara Ofstad (Siemens) und Astrid Aupperle (Microsoft)

Die Filme
Präsentationen der 5 Filme:
1. Skip – Integrierte Gesamtschule Kandel
2. Fair: OK! – Gymnasium Odenkirchen
3. #key key – Berufsbildende Schule Ahrweiler
4. Schülerfirma Medien – Schule am Plessower See
5. Catering 4 U – Gesamtschule Niederkassel

Die Pause
Abstimmung in der Jury & Unterhaltsame Pause für alle

Die Auszeichnung
Der Bundessieger ist ……

Der Schluss
Das Abschlussfoto mit allen Beteiligten

#wochederausbildung 2021

  • 18. März 2021

Vom 15. bis 19. März 2021 führt die Bundesagentur für Arbeit bundesweit die „Woche der Ausbildung 2021“ durch. Dabei stehen Berufsorientierung und Berufsberatung der Jugendlichen im Zentrum. Auch SCHULEWIRTSCHAFT und das Berufswahl-SIEGEL machen vor Ort gerne mit, ist Berufsorientierung für die beiden Netzwerke doch das Thema Nummer 1. Und die Chancen für junge Leute sind trotz Corona-Krise sehr gut – nach wie vor stehen mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung, als sich junge Menschen bewerben, auch wenn die Zahlen auf beiden Seiten zurückgegangen sind.


So stellten z. B. in Gelsenkirchen die Agentur für Arbeit und die Arbeitgeberverbände Emscher-Lippe sowie die Stiftung PRO AUSBILDUNG ein Programm zusammen, das an jedem der Tage interessante Informationen bot. In den Videochats gab es Tipps zur Bewerbung, zur Frage der eigenen Stärken und der passenden Berufswahl und – besonders wichtig – Unternehmen der Region stellen sich und ihre Ausbildungsberufe in online Veranstaltungen vor. Die Stiftung PRO Ausbildung ist Träger des Berufswahl-SIEGELs in Düsseldorf und koordiniert das SIEGEL in Nordrhein-Westfalen.

https://stiftung-proausbildung-academy.de/woche-der-ausbildung/
https://stiftung-proausbildung.de/berufswahlsiegel/


In Halle (Saale) lud die GP Günter Papenburg AG die Jugendlichen zum Tag der Berufe in ihr Baustoffzentrum ein. Dort drehte sich am 17. März 2021 von 14-17 Uhr alles um die frühzeitige Berufsorientierung und um praktische Einblicke in Anlagen- und Baumaschinentechnik sowie Roh- und Baustofftechnologie. An verschiedenen Stationen erhielten die jungen Leute Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten – mit Probesitzen im LKW und Mitwirken bei der Verarbeitung von Asphalt und Beton. Natürlich alles draußen und in kleinen Gruppen. Parallel bietet die Firma Papenburg zur #wochederausbildung jeden Tag Online-Videochats am Nachmittag an zur individuellen Beratung.


In Thüringen trafen sich Pilotschulen und die regionalen Netzwerke zum Thema digitale Berufsorientierung, auch in Sachsen tauschten sich die lokalen Netzwerke intensiv zum Thema aus. SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg machte täglich auf seine Angebote zur Berufsorientierung wie den Berufswahlkompass oder MINToring aufmerksam.

Die Bundesagentur für Arbeit beriet am laufenden Band online und auf YouTube, dort publizierte sie auch anschauliche Videoclips von bleibender Aktualität z.B.:

Zu Vor- und Nachteilen einer Ausbildung:

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Oder zum Ausbildungsalltag:

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Siegmund in der Ernestinenschule

  • 17. März 2021

Toll, wie unser Maskottchen Siegmund genutzt wird: Die Ernestinenschule zu Lübeck, Schleswig-Holstein, hat einen kleinen Film über ihre Berufliche Orientierung erstellt und dabei das Maskottchen gleich mehrfach eingebaut.

Die “BO” ist der Schule sehr wichtig, betont sie: “Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Einblicke in Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, um ihre beruflich relevanten Kompetenzen zu stärken und ihnen verschiedene praktische Erfahrungen zu ermöglichen”. Für ihre vorbildliche Berufliche Orientierung wurde die Ernestinenschule 2016 mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet und im Jahr 2020 rezertifiziert.

Wie klappt’s mit virtuellen SIEGEL-Audits?
Ein Interview mit Verena Zelger

  • 9. März 2021

Verena Zelger betreut das Berufswahl-SIEGEL in Bayern. Die Jury arbeitet hier schon seit letztem Herbst mit virtuellen Audits, andere Bundesländer starten jetzt damit. Deshalb haben wir nach ihren Erfahrungen und auch konkreten Tipps gefragt.

Verena, wie sehen virtuelle Audits aus?
Virtuelle Audits sind genauso wie Audits vor Ort sehr unterschiedlich – je nachdem wie die Schule es plant. Früher war die Jury es gewohnt, in der Schule vor Ort aufeinander zu treffen. Zunächst  entstanden daher Barrieren; man konnte sich das digitale Audit so nicht vorstellen. Mit einem sehr gezielten Informationspapier für die Juroren haben wir diese Barrieren überwunden. Der Ablauf des Audits selbst hat sich nicht verändert, es sind auch dieselben Teilnehmer*innen da wie bislang. Die Schulfamilie, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, auch Eltern und Kooperationspartner zogen es teilweise vor, beim Audit selbst in der Schule zu sitzen. Ein Unterschied zum Audit vor Ort ist, dass man sich nicht mehr in der großen Runde bespricht, sondern in Kleingruppen nacheinander mit maximal zwei bis fünf  Personen pro Gespräch.

Bei unseren digitalen Audits gibt es immer Pausen, das ist sogar sehr wichtig, ca. 10 Minuten zwischen den Gesprächen, in denen sich die neuen Interviewpartner digital dazu schalten können. Technische Probleme sprengen sonst den zeitlichen Rahmen. Außerdem sind Videokonferenzen anstrengend, dann ist es nicht schlecht, zwischendrin „durchzuschnaufen“. Der eine oder andere Kooperationspartner kommt schon einmal direkt in die Schule und stößt dazu; die meisten wählen sich aber nach unseren Erfahrungen lieber in das digitale Tool ein.

Wenn Schulen das Audit nicht umsetzen konnten, lag es an Corona, nicht an der Technik. Die technischen Probleme ließen sich alle lösen. Bei einer Schule gab es kein W-Lan – das Audit wurde daher telefonisch durchgeführt, das war aber die einzige Ausnahme.

Wie fühlt es sich im digitalen Audit an?
Nicht viel anders als in Präsenzaudits! Selbst das kleine Geplänkel zwischendurch gibt es. Die Juroren sitzen allerdings jeder und jede in ihrem eigenen Raum, sie können sich nicht zwischendrin kurz absprechen und sich etwas zuflüstern – deshalb ist die Absprache im Vorfeld sehr wichtig. Man kann sich nebenbei in WhatsApp schreiben, die Abstimmung findet aber besser in der Vor- und Nachbesprechung statt, gerade für kritische Punkte. Mit den Schulen war es eigentlich wie vorher, man hatte das Gefühl nah dran zu sein – was ich schön fand!

Haben die Schulen gut mitgezogen?
Ja, sehr gut! Wir hatten im Herbst 33 Schulen, die für das Audit zugelassen waren, von denen 29 Schulen das Audit auch durchgeführt haben. Meistens haben die Schulen selbst das Tool angeboten – es macht es für die Schule leichter, ein Tool zu verwenden, das sie schon kennt. Wenn das nicht geht, stellt die Jury oder das Projektteam das Tool. Einige Schulen fanden es zunächst nicht toll, machten aber mit. Schulen, die erst meinten, „da können wir gar nicht alles zeigen“, sahen, dass auch das gut funktioniert. Was wir noch nicht ausgetestet haben, ist ein Rundgang durch das Schulgebäude z. B. mit dem Tablet. Vielleicht probieren wir es aus, dann sollte ein Schüler oder eine Schülerin die Schule vorstellen und virtuell durchführen, damit es erlebbar ist.

Wie sind die Jurys klargekommen?
Nun, bei Veränderungsprozessen gibt es immer ein paar – wenige – Prozent, die nicht mitmachen, einige machen begeistert mit und viele schauen sich das Ganze offen an. Wir haben drei Austauschtermine für Juroren vorab angeboten, aus jedem Juryteam nahm mindestens ein Mitglied teil, da gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen, dieser Austausch war sehr wichtig.

Wenige Jurymitglieder hatten sich also aus den Audits zurück gezogen, die große Mehrheit war aber bereit dazu und ist gut klar gekommen, auch nicht so technisch Affine. Dabei standen wir als technischer Support immer zur Verfügung und halfen bei Unsicherheiten. Wir haben alle viel gelernt, inzwischen sind wir recht versiert und können Tipps bei technischen Herausforderungen geben. Man muss gelassen bleiben und darf nicht zu ernst nehmen, wenn etwas Technisches nicht oder nicht sofort klappt. Wir kennen unser Netzwerk und wissen, wie der Stand ist. Jeder soll sich gerne melden, man findet Lösungen. Die Akzeptanz für digitale Audits und Termine im Allgemeinen ist gestiegen, und die Jury sieht auch eine Vorteil darin, dass die Anfahrtszeiten wegfallen. Im September fanden die Jury-Austauschtermine statt und im Oktober die Audits. Mittlerweile gibt es kaum noch Schwierigkeiten. Z.B.: Alle wissen inzwischen, dass sie sich anfangs stumm schalten, um Rückkoppelungen zu vermeiden – das muss man gar nicht mehr erwähnen.

Was muss man bei einem virtuellen Audit beachten?
Man braucht Zeit für einen technischen Einstieg und die Pausen – man sollte zumindest 15 Minuten früher anfangen, 10-Minuten-Pausen zwischen den Gesprächen einlegen. Es ist schöner, mit einem Video zu sprechen als mit einem Standbild, man hat eher das Gefühl, dass man wirklich mit einer Person spricht. Es ist menschlicher, als wenn man nur ein kleines graues Feld sieht.

Inhaltlich kann man alles querbeet fragen. Dokumente können eingesehen werden, indem die Schule ihren Bildschirm teilt oder sie im Vorfeld zur Verfügung stellt, z. B. hochlädt, man kann sie vor oder während des Audits anschauen. Natürlich geht es auch per Email, dabei muss die Schule auf den Datenschutz achten, oder sie hält die Dokumente beim Audit in die Kamera – als letzte Option. Wichtig ist, dass man Dokumente anschauen kann. Das Durchblättern geht nicht so wie gewohnt.

Klarmachen muss man sich, dass der Vertrauensvorschuss der Jury gegenüber der Schule beim virtuellen Audit größer ist als beim normalen Audit. Manchmal muss man annehmen, dass es diese oder jene Maßnahme tatsächlich in der Praxis gibt, wie beschrieben. Man merkt aber, ob etwas wirklich so umgesetzt wird, wenn man nachfragt und konkretere Informationen erfahren will.

Was in einem virtuellen Audit nicht möglich ist, ist jemanden einfach so zu befragen, wie einen Schüler auf dem Schulhof – man kann man nur die befragen, die von der Schule fürs Audit ausgesucht werden. Dies sind meistens Schülerinnen und Schüler, die sprachlich eher versiert oder reifer sind.

Hast du noch mehr Hinweise?
Die Planung ist genauso aufwendig wie beim Audit vor Ort, für die Schule wie für die Jury. Vorbereitung, Planung, Einladung, Programm, Durchführung fordern denselben Aufwand. Es ist auch nicht kürzer als das Vor-Ort-Audit, wie wir erst gedacht hatten, und die Gespräche sind genauso intensiv. Die beteiligten Personen sind ja auch dieselben. Der Zeitaufwand beträgt gut und gerne 3 Stunden. Mit Vor- und Nachbereitung kommt man auf etwa 6 Stunden.

Wir haben ein Infoblatt für Schulen zur Organisation des Audits erarbeitet, das auch die Jury erhält. Dabei sind auch Beispielprogramme vom letzten Jahre enthalten. Die Nachbesprechung der Jury ist genauso wichtig. Normalerweise wurde der Schule ein Raum von der Schule zur Verfügung gestellt, in dem sie sich im Vorfeld und im Nachgang des Audits besprechen kann. Jetzt sind es virtuelle Räume, sei es von der Schule zur Verfügung gestellt, oder man verabredete sich zu einem anderen Termin für eine Nachbesprechung, diese Besonderheit findet bei Vor-Ort-Audits nicht statt.

Das Ausfüllen des Feedback-Bogens findet direkt am Computer statt – früher wurden meistens handschriftliche Notizen gemacht. Da ist es mein Tipp mitzuschreiben, am besten direkt im Feedback-Dokument , das man parallel auf dem Bildschirm offen hat. Es erst handschriftlich zu machen und dann nachzutragen ist mühsam. Optimal schreibt man mit zwei Bildschirmen beim Audit mit, das ist einfacher und schneller. Und: Digitale Audits machen Spaß!