Geflüchtete in Ausbildung
Website „Einfach Zukunft“ von SW und BA

  • 18. Februar 2020

Auf der gemeinsamen Website von Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland SW berichten Geflüchtete authentisch über ihren ganz persönlichen Einstieg in die berufliche Ausbildung. Ziel der Website ist es, durch diese Erfahrungsberichte auch andere geflüchtete junge Menschen auf die Chancen einer dualen Ausbildung in Deutschland aufmerksam zu machen, die sie aus ihren Herkunftsländern nicht ohne weiteres kennen. Die frühere Version der Website ist jetzt angereichert durch Berichte aus weiteren Branchen und durch die Sichtweise junger Frauen.

www.einfachzukunft.de

Leitfaden Berufsorientierung – Praxishandbuch zur qualitätszentrierten Berufs- und Studienorientierung an Schulen

  • 10. Februar 2020

Wer nur mit dem Bild eines Fernsehkochs vor Augen in Richtung Sterne-Gastronomie startet, der ist schnell ernüchtert, wenn er in einer Großküche kleine Brötchen backen soll. Wer als Meeresbiologe die Wale retten will, sollte zuvor wissen, dass dies ohne profunde Kenntnisse in Chemie, Physik und Mathematik nicht geht. Doch wie können junge Menschen bestmöglich auf den Beruf vorbereitet werden?

Antwort auf solche Fragen gibt die 9. Auflage des „Leitfadens Berufsorientierung“ von Bertelsmann Stiftung, SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland und MTO Psychologische Forschung und Beratung GmbH.

Der Leitfaden hilft Schulen, ihr eigenes Konzept zur Berufs- und Studienorientierung zu entwickeln. Ergänzt wird der Leitfaden um eine Webseite mit einer Fülle an Praxismaterialien zum Download, die Lehrkräften die Arbeit spürbar erleichtert. Die inhaltliche Spanne reicht von der Vorbereitung von Eltern-Schüler-Abenden über Betriebserkundungen bis hin zu Bewerbungstrainings.

Der „Leitfaden Berufsorientierung“ ist im Buchhandel erhältlich und kann mit Mengenrabatt bei der Bertelsmann-Stiftung bestellt werden.

 9., aktualisierte Auflage 2019,
154 Seiten,
Broschur, inkl. Zusatzmaterial zum Download,
€ 16 (D)

Zudem ist der Leitfaden auch als E-Book (PDF) erhältlich.

3. SIEGEL-Kongress NRW
4. März 2020, 10:30-16:00 Uhr

  • 4. Februar 2020

Beim 3. SIEGEL-Kongress Nordrhein-Westfalen informieren (sich) Schulen mit dem Berufswahl-SIEGEL über ihre herausragende Berufliche Orientierung, geben Einblicke in Entwicklungsprozesse und Zukunftsperspektiven ihrer Schule und stehen für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Ideen sammeln, sich austauschen, Impulse gewinnen und weitergeben, sich vernetzen – dazu bietet der Kongress am 4. März 2020, 10.30 bis 16.00 Uhr die beste Gelegenheit!

Im Mittelpunkt stehen Workshops und Infos von und für Schulen. Am Nachmittag spricht YVONNE GEBAUER MdL, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW und Schirmherrin des SIEGELs in NRW.

>> www.netzwerk-berufswahlsiegel.de/netzwerk/vor-ort/nordrhein-westfalen/

Fachtagung: Schülerbetriebspraktikum erfolgreich gestalten

  • 29. Januar 2020

Schülerbetriebspraktika sind fester Bestandteil der Beruflichen Orientierung in der weiterführenden Schule. Junge Menschen können Ausbildungsberufe kennenlernen, Betriebe sich den Nachwuchs anschauen und für sich werben. Dass es dennoch im Einzelnen nicht immer einfach ist, das Praktikum zum Erfolg zu führen, war Ausgangspunkt der gemeinsamen Fachtagung von Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland am 16. Januar 2020 mit 140 Gästen in Berlin.

Den Auftakt machten vier aufgeweckte Schülerinnen und Schüler mit den Erfahrungen aus ihren Praktika: Sie fanden die Teile besonders interessant, bei denen sie selbst etwas bewirken und gestalten konnten. Ist der Generation Z mehr an Selbstbestimmung als an Arbeit gelegen, fragte Moderatorin Heike Hunecke die Runde: Usamah Hammoud, Bundesschülerkonferenz, meinte, das Arbeitsleben und die Berufswahl seien für die Jugendlichen einfach noch nicht greifbar. Jürgen Böhm, Vorsitzender des Realschullehrerverbands, mahnte, auch Selbstständigkeit als Option aufzuzeigen und die Berufsorientierung mit ökonomischer Bildung zu verbinden. Johannes Pfeiffer erläuterte für die BA die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt – die Unterschiede zwischen Regionen, Berufen und auch zwischen Mädchen und Jungen – seien enorm; das Praktikum könne gut genutzt werden, um Alternativen nahezubringen. Für die Unternehmen zeigte Angela Papenburg, wie die Bauwirtschaft weniger beliebte Berufe sehr wohl attraktiv machen kann. Dabei spielt auch der Einsatz digitaler Medien eine Rolle.

Dies schilderte sie auch eindrucksvoll im anschließenden Forum. In den 6 Foren wurden „gute Beispiele“ für schwierige Fälle vorgestellt und diskutiert. Dazu zählten – neben den Schlechtwetterjobs der Bauwirtschaft – die Lage in der Großstadt mit hohem Migrantenanteil (Wolfgang-Borchert-Schule, Berlin) und die Situation im ländlichen Raum und im Handwerk (Kopfmann Elektrotechnik Teningen). In Hamburg sichert die „Besondere Betriebliche Lernaufgabe“ die Zielorientierung des Praktikums, in Hessen ist der Schülerwettbewerb „Bester Praktikumsbericht“ sehr erfolgreich. Auch die Angebote der Berufsberatung der BA fanden lebhaftes Interesse. Am Schluss zeigten Schülerinnen einen unterhaltsamen Kurzfilm mit ihren Eindrücken zur Fachtagung, die sie im Laufe des Tages gesammelt und mit Unterstützung der Deutschen Kinemathek aufbereitet hatten.