Programmieren lernen leicht gemacht
Code Your Life – Starterschule Neubulach

  • 13. September 2019

Die Frage des Umgangs mit den digitalen Medien beschäftigt zurzeit fast alle Schulen. Den Schülerinnen und Schülern sollen mehr digitale Kompetenzen mitgegeben werden als bisher – aber welche und wie? Wenn auch Informatik- und Programmierkenntnisse dazu gehören sollen – wie kann die Vermittlung aussehen?

Code your Life – heißt die private Initiative unter dem Dach von Microsoft, die Mädchen und Jungen zwischen 8 und 16 Jahren die Möglichkeit gibt, selbst aktiv neue Medien und Technologien mitzugestalten, Apps zu entwickeln und eigene Animationen zu programmieren.  Beim Netzwerktag Berufswahl-SIEGEL am 24. September können die rund 70 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einmal ausprobieren, wie das läuft! Für Code Your Life wird die Helliwood Media Education parallel zum Tagungsprogramm einen Programmier-Workshop für die Jugendlichen durchführen. Die Erwachsenen dürfen sich am Schluss die Ergebnisse ansehen.

Mit von der Partie beim Netzwerktag ist die Gemeinschaftsschule Neubulach aus Baden-Württemberg. Sie gehört zu den sogenannten “Starterschulen” für Code Your Life im Schwabenländle. Mit ihrer pädagogischen Schwerpunktsetzung bei digitaler und Medien-Bildung ist sie inzwischen als „Digitale Schule“  ausgezeichnet worden – im Rahmen der „Mint-freundlichen“ Schulen der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“.

Digitale Bildung umfasst weit mehr als die Ausstattung mit technischen Geräten, vielmehr müssen Unterrichtskonzeption,Unterrichtsqualität, die Qualifikation und Weiterbildung der Lehrkräfte und die Prozesse der Schul- und Unterrichtsentwicklung mit der vorhandenen Ausstattung Hand in Hand gehen und eng abgestimmt sein.  So gibt es an der GMS z. B. eine AG zur Begabtenförderung im MINT-Bereich mit dem Schwerpunkt „Programmieren“. Völlig neue Wege ging die Schule, als sie den Kurs „Medienbildung 5-10“ für alle Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich einführte. Darin erarbeiten sie Inhalte und Kompetenzen in der Medienbildung – von der Handhabung einzelner Anwendungsprogramme über Bildbearbeitung bis hin zum Programmieren. Besonders ist auch die eigene „owncloud“, die im letzten Schuljahr eingeführt wurde. Über sie arbeiten die Lehrkräfte vernetzt zusammen und tauschen Materialien aus. Mit den Eltern und Schülern ist die Schule durch elektronische Kalendersysteme vernetzt, die einfach und unkompliziert über das Smartphone abonniert werden können. Beim Netzwerktag wird die GMS Neubulach mit gutem Grund als SIEGEL-Botschafterschule 2019 ausgezeichnet!

gms-neubulach.de/digitale-schule
www.helliwood.de
www.code-your-life.org

Herzlich Willkommen zum Newsletter 03/2019

  • 10. September 2019

Der Newsletter vom September 2019 berichtet wieder über viele interessante Themen rund um die berufliche Orientierung wie z.B. …

  • Umfrage: Berufsorientierung – Ja, aber …
  • Leistungsstarke fördern und fordern – neue Handreichung für SCHULEWIRTSCHAFT vor Ort
  • Klischeefreie Berufsorientierung – Wie geht das?
  • Fridays for future – für die Berufsorientierung nutzen
  • Coming soon – Good Practice Beispiele
  • und wie immer unseren aktuellen COMIC-Strip

Außerdem gibt es wieder aktuelle Termine, wie z.B. der SIEGEL-Day, der 5. bundesweite Netzwerktag und die Fachtagung zum Schülerpraktikum.

Einfach mal reinschauen oder gleich anmelden!

> hier zur Webversion des Newsletters

Fridays for future – im Klimaschutz gibt‘s auch Berufe!

  • 9. September 2019

Klimaschutz ist das Thema des Tages, gerade für junge Menschen. Bei der Berufswahl spielt das Thema aber noch keine große Rolle. Dabei gibt es da einiges! Mit welchen Jobs kann man sich für die erneuerbaren Energien einsetzen? Was hat die Arbeit im Chemielabor mit sauberer Luft zu tun? Und wie können sogar Bankkaufleute beim Klimaschutz anpacken?

Das Netzwerk Grüne Arbeitswelt zeigt auf seinem Webportal, welche Berufsfelder es in der grünen Arbeitswelt gibt und hat Materialien zur Berufsorientierung für den Umwelt- und Klimaschutz zusammengestellt, die Schulen gerne nutzen können!

Die Videoserie „Grüne Zukunft jetzt entdecken!“ wurde in diesem Jahr zusammen mit 5 Jugendlichen und jungen Erwachsenen produziert. In 9 Clips begeben sich Ben, Laura, Tim, Sophie und Christopher auf eine Entdeckungsreise durch die grüne Arbeitswelt. Die Serie bietet Einblicke in Branchen wie Green IT oder Umweltbildung und verdeutlicht, dass man mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen und Interessen beruflich zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen kann.

Auch Fotoreportagen aus der Bildergalerie des Webportals machen anschaulich, wie Fachkräfte in Bereichen wie Gewässerschutz, Technischen Umweltschutz oder Nachhaltiger Forstwirtschaft anpacken. Alle Fotos lassen sich herunterladen und kostenlos für die Berufsorientierung einsetzen.

Fotos: © Dan Zoubek/Netzwerk Grüne Arbeitswelt

Der Angebotskompass verweist bundesweit auf Anlaufstellen, an denen sich Jugendliche vor Ort mit nachhaltigen Branchen befassen und grüne Jobs kennenlernen können. Ergänzt wird diese Zusammenstellung von Hintergrundinformationen mit Studien, Leitfäden oder Infografiken. Außerdem lernen sie 16 Berufsfelder kennen und erfahren, mit welchen Ausbildungen und Studiengängen sie hier beruflich aktiv werden können. Unter Who’s Who finden sich Unternehmen, Verbände, Initiativen, Medien sowie Schulen und Hochschulen, die sich für Berufsorientierung für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen.

Schauen Sie gerne unter www.gruene-arbeitswelt.de.

Hohe Zustimmung zur Berufsvorbereitung, aber Kritik an der Realität

  • 6. September 2019

Zurzeit reiht sich eine Umfrage an die andere, wie denn die Bevölkerung zu den zahlreichen bildungspolitischen Reformen steht – von der kostenlosen Kita über das längere gemeinsame Lernen bis zu Stipendienprogrammen für Studierende.

Für unser Thema relevant: Mit 80 Prozent hält eine sensationell hohe Zahl der befragten Deutschen die „gute Vorbereitung auf das Berufsleben“ für eine wichtige Aufgabe der Schule. Nur „gleiche Bildungschancen für alle“ hat mit 89 Prozent noch mehr Zustimmung. Aber lediglich 8 Prozent sehen diese Aufgabe denn auch tatsächlich umgesetzt – ein krasser Gegensatz! So hat es das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach für die FAZ neulich erhoben.

Was heißt dieses Umfrageergebnis für das Berufswahl-SIEGEL?

  • SIEGEL nutzen: Mit dem Kriterienkatalog haben Schulen ein Tool, anhand dessen sie ihre Berufs- und Studienorientierung systematisch und qualitativ hochwertig aufstellen können.
  • SIEGEL bekannt machen: Anscheinend ist nicht sichtbar, dass an vielen Schulen gute Berufsorientierung gemacht wird. Das Berufswahl-SIEGEL als Auszeichnung muss bekannter werden!

Mancher mag aus seiner eigenen Erfahrung die Schule aber auch einfach unterschätzen. Eine andere Umfrage von t-online zeigt nämlich, dass nur 10 Prozent der erwachsenen Befragten durch die Schule und Ratschläge von Lehrkräften über Berufe informiert wurden. Stattdessen war größtenteils die konkrete Erfahrung mit Praktika und Jobs ausschlaggebend. Immerhin zu 17 Prozent waren die Eltern die maßgeblichen Ratgeber. Heute sind Schülerbetriebspraktika selbstverständlicher Bestandteil der schulischen beruflichen Orientierung, und Schulen beziehen die Eltern aktiv ein. Wenn es SIEGEL-Schulen sind! Aber auch hier gilt – Schulen müssen ihre Leistungen und Erfolge offenbar sichtbarer machen. Das Berufswahl-SIEGEL ist ein gutes Mittel zu diesem Zweck!