Unser SIEGEL-Blog

Nach dem Abitur in Ausbildung gehen? Ja, wenn die Perspektive stimmt!

  • 15. Februar 2019
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Neue Untersuchung des BIBB gibt Aufschluss über Motive

Nach dem Abitur muss es keineswegs in die Hochschule gehen, auch eine Ausbildung kommt in Frage. Inzwischen haben über 25 Prozent der Ausbildungsanfänger eine Hochschulzugangsberechtigung in der Tasche. Das Gymnasium ist zudem heutzutage breit aufgestellt, wenn bundesweit im Schnitt 40 Prozent der Kinder nach der Grundschule auf diese Schulform wechseln. Das Gymnasium muss daher auch Berufs- und nicht alleine Studienorientierung leisten. Welche Faktoren geben den Ausschlag für die Wahl eines Studiums oder einer Ausbildung? Worauf muss das Gymnasium daher bei der Berufsorientierung achten?

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist der Frage nachgegangen, was Gymnasiastinnen und Gymnasiasten zur Aufnahme einer beruflichen Ausbildung bewegt. Die neue Studie vom 13. Februar 2019 zeigt, dass neben den Einflüssen des sozialen Umfelds auch der Berufsorientierungsprozess sowie Kosten-, Nutzen- und Chanceneinschätzungen der Jugendlichen von Bedeutung sind.

  1. Erst einmal orientieren sich die Pläne der Jugendlichen stark an den Erwartungen der Eltern. Wollen sie ein Studium anfangen, sehen sie sich von Eltern unterstützt und haben nicht den Eindruck, diese sähen eine Ausbildung lieber. Eine Ausbildung ziehen die Jugendlichen dagegen weit eher in Betracht, wenn sie denken, dass sie eben mit dieser Ausbildung einen Beruf erlernen, der vom Niveau her ähnlich oder besser ist als die Berufe der Eltern.
    Folgerung: Zur Beruflichen Orientierung in der Schule gehört daher, die Jugendlichen ihren eigenen Weg nach ihren individuellen Stärken und Interessen finden zu lassen. Sie müssen sich klar werden, was sie selbst wollen und davon unterscheiden, was ihre Eltern oder ihr soziales Umfeld will, dass sie wollen sollen – und das ist keineswegs immer dasselbe!
  2. Auch sehr wichtig: Jugendliche mit Interesse an einem Studium wie solche mit Interesse an  einer Ausbildung erwarten von einem Studium einen hohen Nutzen. Aber nur Ausbildungsinteressierte sehen dies auch für eine Ausbildung so. Die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung anzustreben, steigt also mit dem Eindruck, dass sich damit attraktive Berufschancen bieten.
    Folgerung: Gute Informationen über die Karriereperspektiven nach Ausbildungsabschluss sind extrem wichtig, um die Attraktivität der Ausbildung zu steigern.
  3. Die Studie des BIBB zeigt zudem, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Ausbildung anzustreben, umso höher ist, je konkreter die eigenen beruflichen Vorstellungen sind. Ein Teil der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten meint dabei aber eben, die eigenen Interessen besser in einem Studium als in einer Ausbildung verwirklichen zu können. Dies gilt für diejenigen mit Interesse an forschend-abstrakten oder künstlerisch-sprachlichen Tätigkeiten. Dabei bieten auch viele Ausbildungsberufe diese Tätigkeiten.
    Folgerung: Die Berufsorientierung muss stärker auch auf solche Berufe eingehen wie zum Beispiel Labor- oder IT-Berufe, technische/-r Produktdesigner/-in oder Pflanzentechnologe/-technologin, Buchhändler/-in, Mediengestalter/-in, Maskenbildner/-in oder Goldschmied/-in.

> Zur Studie

Handreichungen für Gymnasien zur Beruflichen Orientierung bietet übrigens der Leitfaden „Studien- und Berufsorientierung an Gymnasien – Warum eigentlich?“ von Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland

> Leitfaden als PDF-Download

Diskussionsrunde auf der „didacta“: Wie soll sich die Wirtschaft in der Schule engagieren?

  • 31. Januar 2019

> BDA-Diskussionsforum
Mittwoch, 20. Februar 2019
11.00 bis 11.45 Uhr
„didacta“ Messe Köln
Halle 8 B51

Junge Menschen brauchen einen guten Übergang von der Schule in den Beruf – unbestritten. Frühzeitige Praxiserfahrungen im Betrieb unterstützen die Berufs- und Studienorientierung – auch unbestritten. Aber das Thema „Wirtschaft – Schule“ löst auch immer Kontroversen aus – und ist hochgradig strittig. Medien und Gewerkschaften kritisieren immer wieder, Betriebe wollten die jungen Menschen nur frühzeitig manipulieren und unkritisch machen. Wie soll denn aber Berufliche Orientierung gehen ohne Betriebe? Und ökonomische Bildung ist für junge Menschen auch nicht schlecht, sondern hilfreich, wenn sie über den Tellerrand des Betriebs hinaus einen Überblick über wirtschaftliche Entwicklungen gewinnen wollen. Die Wirtschaft engagiert sich zeitgleich mehr denn je in der Zusammenarbeit mit Schulen, weil sie dringend Fachkräfte sucht.

Das BDA-Diskussionsforum stellt sich diesem kontroversen Thema! Über die richtige Art und Weise der Kooperation von Schule und Wirtschaft diskutieren Politik, Schule, Arbeitgeber und Gewerkschaften bei dieser Podiumsrunde, natürlich auch mit dem Publikum.

Es diskutieren:

  • Staatssekretär Mathias Richter
    Ministerium für Schule und Weiterbildung, Nordrhein-Westfalen – führt zurzeit das Schulfach „Wirtschaft“ in NRW ein
  • Dr. Hans Jürgen Metternich
    Evonik Industries AG, Vorsitzender SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland – plädiert für faire Zusammenarbeit auf Augenhöhe
  • Marlis Tepe
    Bundesvorsitzende Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) – kritisiert heftig das Engagement der Wirtschaft in der Schule
  • Gisela Mendritzki
    Schulleiterin der Albert-Schweitzer-Realschule plus, Mayen – kooperiert als Schule eng mit der Wirtschaft vor Ort

 

Es moderiert Jan Martin Wiarda – der Journalist, der immer alle Bildungsinfos zuerst hat
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Die didacta ist die größte Bildungsmesse Europas. Sie findet dieses Jahr in der Messe Köln statt vom 19. bis 23. Februar 2019.

Prima – Der neue KMK-Präsident kennt das Berufswahl-SIEGEL bestens!

  • 28. Januar 2019

netzwerk-berufswahlsiegel-KMK-Praesident-Andreas-Lorz-1200x800-Foto-Ralf-RuehmeierIn Hessen läuft das Berufswahl-SIEGEL seit 2010 und heißt dort auch schon einmal „Olov“. Hessens Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz übernimmt heute feierlich die Präsidentschaft der Kultusministerkonferenz für 2019.  Das passt, denn die Kultusministerkonferenz ist Schirmherrin des Netzwerks Berufswahl-SIEGEL.

In Hessen wurde das Verfahren zur Zertifizierung komplett umgestellt auf online-Verfahren. Gute Idee: Schulen können sich erst einmal selbst bewerten. Das geht anonym! So lässt sich herausfinden, ob eine Bewerbung der Schule denn überhaupt Aussicht auf Erfolg hätte. Das geht ganzjährig, auch wenn die nächste Auditrunde erst noch kommt.

SCHULEWIRTSCHAFT Hessen organisiert und unterstützt übrigens die Arbeit der Auditteams und Jurys vor Ort.

guetesiegel-bo-hessen
olov-hessen.de/guetesiegel
schule-wirtschaft-hessen

Mit ein paar Klicks zum ersten Siemens-Online-Karrieretag

  • 25. Januar 2019

Neu: Erstmalig gibt es bei Siemens einen Online-Karrieretag.
Er findet statt am 25.02.2019 von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Was gibt es?
Lehrkräfte, Schülerinnen und Schülern, Eltern und Berufsberater erhalten Informationen über technische Ausbildungs- und duale Studiengänge direkt aus erster Hand – authentisch von unseren Ausbildern bzw. Ausbildungsbetreuern und von unseren eigenen Auszubildenden bzw. dual Studierenden. Dazu können Sie sich ganz entspannt von Handy, Tablet oder PC zuschalten.

„Wir bieten während des breiten Zeitfensters von 12 Uhr bis 18 Uhr authentische Berufe-Videos, wertvolle Infos über Bewerbungsverfahren oder zur Bewerbung sowie allgemeine Einblicke in unseren Ausbildungsablauf“, erklärt Jörg Matern. Dazu kann man live mit Auszubildenden, Dual-Studierenden oder den Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausbilderteam chatten.

Und so geht es:
1.
Während der Zeit von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr haben Sie die Möglichkeit, sich jederzeit individuell einzuloggen.
2. Voraussetzung ist Ihre persönliche und rechtzeitige Anmeldung über das Onlineportal www.siemens.de/ausbildung. Bitte registrieren Sie sich spätestens bis zum Tag der Messe über den angezeigten Link. Nur registrierte Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, am Online-Karrieretag dabei zu sein.

Siemens freut sich auf Sie!

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