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Digital Insights: Schülerinnen und Schüler zu Gast bei SAP

Am 25. Juni 2025 war es so weit: 35 Schülerinnen und Schüler aus vier Bundesländern reisten zum Präsenztag bei SAP in Walldorf an – nicht nur aus Baden-Württemberg, sondern auch aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Besonders weite Wege nahmen die Neunt- und Zehntklässler aus Kassel, Landshut und Bad Kreuznach auf sich.

Trotz der Entfernung ließen sich die Jugendlichen nicht davon abhalten, Einblicke in eines der weltweit führenden Softwareunternehmen zu gewinnen. Bei über 30 Grad Außentemperatur war der angenehm klimatisierte Raum im Internationalen SAP-Schulungszentrum ein willkommener Startpunkt.

Der Präsenztag bei SAP ist Teil des Programms Digital Insights, das vom den Schulnetzwerken MINT-EC, SCHULEWIRTSCHAFT und Berufswahl-Siegel gemeinsam mit Microsoft, SAP, Siemens, Allianz, BMW und Infineon organisiert wird. Den Tag am 25. Juni 2025 hatten Sophia und Pamela von SAP umsichtig vorbereitet.

Junge SAP-Mitarbeitende berichten aus erster Hand

Die Präsentationen wurden von jungen SAP-Mitarbeitenden gehalten, die selbst erst vor wenigen Jahren ins Unternehmen eingestiegen sind. So berichtete Elena, die seit 2023 bei SAP ist, wie sie über ein Trainingsprogramm ins Unternehmen kam und heute im Bereich Künstliche Intelligenz arbeitet. Sie erklärte anschaulich, was ein Softwarekonzern wie SAP anbietet und welche Rolle KI dabei spielt.

Einstiegsmöglichkeiten und persönliche Erfolgsgeschichten

Besonders spannend für die Jugendlichen war die Frage, wie sie selbst bei SAP – oder einem ähnlichen Großunternehmen – einsteigen könnten. Raphael und Robin, beide dual Studierende der Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Software Engineering, zeigten konkrete Wege auf.

Das Highlight: Raphael selbst war vor zwei Jahren als Schüler aus Bonn beim Präsenztag von Digital Insights dabei – und bewarb sich direkt am nächsten Tag erfolgreich für einen Studienplatz. Heute ist er sehr zufrieden mit seinem dualen Studium und begeisterte die Teilnehmenden mit den Vorteilen dieser Ausbildungsform, insbesondere dem hohen Praxisanteil und der Teamarbeit.

Campus-Rallye und Workshops

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einer Rallye über den SAP-Campus. Am Nachmittag gab es für die Jugendlichen praktische Workshops zum Programmieren mit Snap für Anfänger/innen wie Fortgeschrittene.

Einige Jugendliche nutzten auch die Gelegenheit zu Einzelgesprächen mit den SAP-lern „zwischen Tür und Angel“, bei denen sie offen und ehrlich Antworten auf ihre Fragen bekamen. Mit einem Schüler wurde sogar ein spontanes Bewerbungsgespräch geführt.

Fazit: Ein gelungener Tag mit vielen Eindrücken

Der Präsenztag bot den 35 Schülerinnen und Schülern einen intensiven Einblick in die Welt eines globalen Softwareunternehmens. Rund 15 SAP-Mitarbeitende waren im Einsatz – ein großer Aufwand, der nicht in jedem Unternehmen möglich ist.

Doch auch wer nicht vor Ort sein kann, profitiert vom Programm: Digital Insights bietet zahlreiche digitale Veranstaltungen, die von zuhause aus besucht werden können – inklusive echter Einblicke und persönlicher Gespräche mit jungen Beschäftigten aus allen beteiligten Unternehmen.

Future Skills Box erhält D-BOP-Preis 2023

Am 31. Oktober prämierte Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger zehn hervorragende digitale Berufsorientierungsangebote (Digitales-Berufsorientierungsprogramm = D-BOP).

  • Gut: Neben der Expertenjury war auch ein Beirat mit sechs Jugendlichen aus Klasse 7 und 8 an der Auswahl aus 100 Wettbewerbsbeiträgen beteiligt.
  • Und noch besser: Zu den Gewinnern gehören zwei Projekte, an denen auch SCHULEWIRTSCHAFT und das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL beteiligt sind: die Future Skills Box und das Sprungbrett – Virtual Work Experience!

Unter Moderation von Sherif Rizkallah (logo) tauschten sich die Ministerin, Elke Hannack (DGB), Prof. Dr. Katja Driesel-Lange (Universität Münster) und Dr. Achim Dercks (DIHK) aus zu den Themen „Individuelle Potenziale heben“, „Fachkräftemangel beheben“ und „Transformation gestalten“. Thematisch passend lockerten die Preisverleihungen in den drei Kategorien „Erkunden von Fähigkeiten, Stärken und Interessen“, „Erleben von Berufsfeldern und Berufen“ und „Arbeitswelt 4.0“ den Austausch immer wieder auf.

Einig war man sich, dass man die duale Ausbildung stärken und „sexy“ machen müsse – z.B. mit digitalen Tools in allen Schulformen. Die Vielfalt der Berufe müsse bekannter werden, auch bei Eltern, Lehrkräften und insgesamt in der Gesellschaft. Bei der Berufswahl sei es wie in einem Restaurant, in dem das Menü 100 Seiten hat, zitierte Rizkallah treffend.

Professorin Katja Driesel-Lange von der Universität Münster betonte, dass gute Berufsorientierung mehr leisten müsse, als lediglich kognitiv die Entscheidung für einen Beruf zu begleiten. Sie müsse auch Emotionen ansprechen und Jugendliche abholen, um erfolgreich zu sein.

Eine Schülerin hat es zum digitalen Angebot an Schule auf den Punkt gebracht: „Es gibt viel mit Technik an der Schule, aber nicht gut viel.“

Die gestern ausgezeichneten Projekte greifen dagegen die diskutierten Anforderungen mit Qualität auf.

Preisträger 2023:

Thema „Individuelle Potenziale heben“
Kategorie 1 „Erkunden von Fähigkeiten, Stärken und Interessen“

Thema „Fachkräftemangel beheben“
Kategorie2: „Erleben von Berufsfeldern und Berufen“

Thema „Arbeitswelt 4.0“
Kategorie 3 „Arbeitswelt 4.0“

Zum Schluss gab es noch einen Sonderpreis für die besondere Umsetzung des Aspekts der Gamification für die Digitale Akademie der Phase Be Bildung. Schade allerdings, dass die Berufsberatung der Arbeitsagenturen so gar nicht erwähnt wurde.

@SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland
@SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland

Neu: Praktische Checklisten zur Einschätzung von Berufsorientierungsangeboten

Die Erwartungen an die Schule, eine systematische und praxisnahe Berufliche Orientierung durchzuführen, sind in den letzten Jahren zunehmend gestiegen. Dabei werden den Schulen viele Berufsorientierungsangebote von externen Anbietern unterbreitet – oft zu viele und nicht immer mit klar erkennbarem Mehrwert. Welches Angebot ist aber wirklich eine gute Ergänzung der bisherigen Beruflichen Orientierung? Welches Angebot sollte aufgegriffen werden und welches nicht, welches vielleicht? Was hilft den Schülerinnen und Schüler zusätzlich beim Übergang Schule – Beruf?

Die neue Checkliste von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland und Bundesagentur für Arbeit ist genau dafür da, um diese Fragen zügig und zielgenau zu beantworten. Anhand der Liste kann die Schule prüfen und beurteilen, ob ein externes Angebot gut zu ihrem bisherigen Programm passt und es sinnvoll ergänzen würde – sei es in der Phase der Orientierung, der Entscheidung oder der Umsetzung der Berufswahlkompetenzen. Sicherlich wird kein Angebot alle Kriterien gleichermaßen erfüllen – entscheidend ist, worauf es der Schule im konkreten Fall ankommt und was sie genau braucht.

Der Wert eines externen Angebots orientiert sich vor allem an der Passung zum Profil und Konzept der Beruflichen Orientierung einer Schule. Daneben spielt auch eine Rolle, welche Erfahrungen die Lehrkräfte bereits mit Kooperationen haben und welche aktuellen Themen sich für die Schule gerade besonders intensiv stellen. Nicht zuletzt sind die curricularen Vorschriften des Bundeslandes wichtig oder auch Vorgaben zur Projektmittelförderung und zu Vereinbarungen mit weiteren Partnern, aber auch die Ressourcen spielen natürlich eine Rolle.

Für die Unternehmen gibt es eine eigene Checkliste: Unternehmen können anhand dieser Liste ihre Angebote so ausrichten und so darstellen, dass die Schule die Frage nach der Passfähigkeit rasch beantworten kann. Für die Berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler sind Praxiserfahrungen in und mit Betrieben absolut zentral. Die Betriebe erhalten mit Praxisangeboten ihrerseits die Möglichkeit, junge Menschen auf Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei sich aufmerksam zu machen und Nachwuchs zu gewinnen. Wenn sie die Checkliste nutzen, kann die Schule besser erkennen und entscheiden, ob das betriebliche Angebot passt und die Zusammenarbeit Erfolg verspricht.

Ziel ist es, dass die Zusammenarbeit von Schulen & Betrieben gut gelingt und die Berufsorientierung gemeinsam gefördert wird!

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