Sommer der Berufsausbildung startet – jetzt informieren & mitmachen

  • 9. Juni 2021

Der “Sommer der Berufsausbildung” ist jetzt gestartet! Ziel ist es, Jugendliche auf die aktuell sehr guten Chancen auf Ausbildung aufmerksam zu machen und Schulabgänger/innen, junge Erwachsene und ihre Familien sowie Ausbildungsbetriebe anzusprechen.

Es ist aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit nicht leicht, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zusammenzubringen. Im “Sommer der Berufsausbildung” wollen die Partner der “Allianz für Aus- und Weiterbildung” von Juni bis Oktober 2021 deshalb bei jungen Menschen und Betrieben für die duale Ausbildung werben. Mit Themenaktionstagen und einer breiten Auswahl an Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene sollen die vielfältigen Unterstützungsangebote bekannter gemacht werden. Das gemeinsame Ziel ist, dass möglichst viele junge Menschen im Jahr 2021 ihre Berufsausbildung im Betrieb beginnen können.

Die BDA und SCHULEWIRTSCHAFT machen mit: In der “Woche der Elternarbeit in der Beruflichen Orientierung“ vom 5. bis 9. Juli 2021 wird täglich ein Webinar mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten rund um das Thema “Elternarbeit” angeboten. Auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt. Die Themen & Teilnahmemöglichkeiten finden Sie hier: www.schulewirtschaft.de/sommer-der-berufsausbildung-woche-der-elternarbeit-5-9-juli/.

Weitere Informationen rund um den “Sommer der Berufsausbildung” werden auf www.aus-und-weiterbildungsallianz.de zu finden sein. Dazu zählt u.a. eine Übersicht der Aktionstage und Patenschaften, des jeweils geplanten Programms sowie eine Deutschlandkarte, auf der alle Veranstaltungen eingestellt werden. Unter #AusbildungSTARTEN wird die Initiative öffentlichkeitswirksam begleitet.

Herzlichen Glückwunsch, lieber BoriS!

  • 26. Mai 2021

Das Berufswahl-SIEGEL in Baden-Württemberg kann auf 10 erfolgreiche Jahre zurückblicken. Im Ländle heißt das SIEGEL BoriS und wird von einer Gesellschaft getragen, die sich aus Handwerkstag, IHK und Unternehmern Baden-Württemberg zusammen setzt. Auch wenn es das SIEGEL in Baden-Württemberg eigentlich sogar noch länger gibt, erfolgte eben vor 10 Jahren die landesweite Ausbreitung und die Gründung der es bis heute erfolgreich tragenden Gesellschaft. Mit 460 SIEGEL-Schulen macht der Südwesten über ein Drittel der rund 1600 Schulen mit Berufswahl-SIEGEL bundesweit aus. Weiter so, toll, unseren Glückwunsch!

Zum Jubiläum gibt es einen virtuellen Kongress am Freitag, 11. Juni 2021, 11.00–13.00 Uhr. Nach einem Input von Prof. Dr. Thorsten Bührmann „Qualität in der Berufsorientierung – Alles neu im digitalen Wandel?“ gibt es eine spannende Podiumsdiskussion mit VertreterInnen aus Schule und Wirtschaft und zur Unterhaltung das Improtheater „ComedyCation“.

Anmeldungen sind online möglich unter https://boris.yaez.events/
Download Einladungsflyer
hier

Webinar am 20. Mai, 15 Uhr:
Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler

  • 18. Mai 2021

Kein Talent soll verloren gehen! Dies gilt auch für leistungsstarke und besonders begabte Schülerinnen und Schüler – zumal für diejenigen, deren Potenziale erst noch zu entfalten sind und die dabei auf die Förderung der Schule angewiesen sind. In der Förderstrategie der Kultusministerkonferenz für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler (2015) werden Unternehmen als Partner der Schulen für die Förderung der Leistungsstarken ausdrücklich genannt. Dabei spielt natürlich auch immer die Berufliche Orientierung eine Rolle.

Mit der Publikation „Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler fordern und fördern“ hat SCHULEWIRTSCHAFT bereits eine Handreichung mit Tipps zum Thema vorgelegt. Welche Angebote kann das SCHULEWIRTSCHAFT-Netzwerk vor Ort für diese Zielgruppe machen? In der Beruflichen Orientierung, im MINT­-Bereich, mit Wettbewerben, Preisausschreibungen und Auszeichnungen oder auch in der Ökonomischen Bildung?

Im Webinar am 20. Mai 2021 von 15–16 Uhr wird die praktische SCHULEWIRTSCHAFT-Arbeitshilfe vorgestellt und erörtert, wie Sie als Schule, als Betrieb oder als Netzwerk vor Ort noch mehr für diese Zielgruppe tun können!

> Hier klicken, um der Besprechung beizutreten

> Download Leistungsstarke-Schueler.pdf

Didacta-Diskussionsrunde zur Lehrerfortbildung

  • 12. Mai 2021

Schon die erste Welle der Pandemie hatte sichtbar gemacht, dass Schulen und Lehrkräfte auf digitales Lehren und Lernen überhaupt nicht vorbereitet waren. Seither haben sie unglaublich viel gelernt und neue Kompetenzen bei digitalen Tools gewonnen. Lehrkräfte vermissen aber oft wirksame Unterstützung und Begleitung. Die Lehrerfortbildung steht ohnedies schon länger in der Kritik. Dies machte die Diskussionsrunde der BDA „Lehrerfortbildung in und nach Corona“ deutlich, die am Nachmittag des 11. Mai im Rahmen der „didacta digital“ stattfand, moderiert von Jan-Martin Wiarda.

Schulleiterin Christine Georg hat einen Neustart ihrer Schule am Mainbogen in Frankfurt a. M. hinter sich – die üblichen Fortbildungsangebote waren dabei keine Hilfe, sondern erst der Austausch mit den Betrieben vor Ort und die eigenen Ideen. Fortbildung frage zu wenig nach dem aktuellen Bedarf der Schule. Zurzeit seien die Lehrerinnen und Lehrer derart unter Druck, dass kein Spielraum für Fortbildungen bestehe.

Professorin Anne Sliwka von der Universität Heidelberg hob hervor, dass erfolgreiche PISA-Staaten der Lehrerfortbildung einen deutlich höheren Stellenwert einräumen, als es in Deutschland üblich ist. Im Zentrum müsse die Arbeit vor Ort stehen, den höchsten Effekt erziele das gemeinsame Lernen des Lehrerkollegiums; verbindliche Kooperationszeiten des Kollegiums sollten verbindlich sein. Außerdem könne Fortbildung gut in die Karriereentwicklung einbezogen werden.

Die Berufliche Orientierung an den Schulen hat spürbar gelitten. Nicole Cujai betonte seitens der Bundesagentur für Arbeit, dass Berufliche Orientierung nicht alleine Aufgabe der zuständigen Lehrkräfte sein könne, sondern erst als Querschnittsaufgabe in der Schule funktioniere. Sie wirksam zu verankern, auch mit Fortbildungen, sei Aufgabe der Schulleitung. Für Schulen sind zudem außerschulische Partner wichtig, mit denen sie gemeinsam vorgehen können, so etwas das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT.

Schulentwicklung braucht Lehrkräfte, und Fortbildungsangebote müssen dabei helfen, damit die Schule ihre Ziele erreichen kann, führte Stefan Küpper aus, Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft. Fortbildung sei als Teil des Qualifizierungsprozesses und der Personalentwicklung zu verstehen. Küpper wies auf qualitätsgesicherte Fortbildungsangebote aus der Wirtschaft für Lehrkräfte hin, wobei das Primat stets bei den pädagogischen Profis liege. Lehrkräfte hätten zuletzt eine hohe Lernkurve erreicht, generell sei aber ein höherer Verpflichtungsgrad sinnvoll.

Auf der nachgefragten Lernplattform „sofatutor“ suchen nicht nur Schüler und Eltern Hilfe, sondern eine halbe Million Lehrkräfte nach Inhalten für den Unterricht. Stephan Bayer von „sofatutor“ plädierte für ein Creditpoint-System, das z.B. Fortbildungen mit Freistunden belohne. Außerschulische Anbieter könnten sehr gut mit Projekten in Schulen kommen, etwa mit einem 3-Tage-Projekt als Kick-off für digitale Kompetenzentwicklung oder auch zur Berufsorientierung. In anderen Berufe sei die Lizenz von Fortbildungen abhängig. Das Interesse an digitalen Tools sei grundsätzlich auch bei älteren Lehrern groß.

Für die Kultusministerkonferenz verdeutlichte Staatssekretärin Dorit Stenke, Vorsitzende der KMK-Kommission Lehrerbildung, dass die Landesinstitute für Lehrerfortbildung schneller als üblich auf den Bedarf der Schulen reagiert haben. Insgesamt sei eine Vernetzung der Schulen, Institute und weiterer Partner zielführend, neue Aufgabe der Landesinstitute sei es Kooperationen zu koordinieren. Der schulische Bedarf müsse erfragt und Angebote gemacht werden. Richtig sei aber auch, dass der Fortbildungsprozess besser gesteuert werden müsse, auch wenn es viele Formate gebe.

> Die BDA hat 2020 eine Positionierung zur Lehrerbildung vorgelegt: „Lehrerbildung verbessern!“