Bundesweit sind es jetzt 1.622 Schulen mit SIEGEL!

  • 1. Juli 2020

Die Zahl der Schulen mit Berufswahl-SIEGEL ist 2019 weiter angestiegen auf nunmehr 1.622 – super!
2018 waren es 1.584 Schulen, 2015 erst 1.495 Schulen.

2019 hatten sich 226 Schulen erstmalig für das Berufswahl-SIEGEL beworben, 176 (78%) erhielten ein Audit und 148 (65%) wurden schließlich zertifiziert. Für eine Rezertifizierung bewarben sich 389 Schulen, 365 (94%) wurden auditiert und am Schluss 336 (86 %) re-zertifiziert. Die Prozentsätze fielen auch in den letzten Jahren ähnlich aus.

51 % der SIEGEL-Schulen sind Schulen der Sekundarstufe I, 31 % der Sekundarstufe II, 13 % Förderschulen und 5 % Berufsbildende Schulen (schulische Bildungsgänge). Das Berufswahl-SIEGEL ist zwar inzwischen in allen Bundesländern vorhanden, aber erst in 12 Bundesländern flächendeckend, während es in vier Bundesländern – Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz – noch nicht in allen Regionen präsent ist. Die weitere Ausdehnung ist aber in vollem Gange.

1.475 Personen sind in den Jurys und Auditteams in den 28 Regionen vor Ort aktiv. Davon stammen 400 Aktive aus Unternehmen, 198 aus der Bundesagentur für Arbeit, 298 sind Lehrkräfte oder Schulleitungen, 278 sind aus Verbänden, Kammern oder Stiftungen, 136 aus der Schulverwaltung, 125 von Bildungsträgern. 21 Eltern sind ebenso von der Partie wie 9 Schüler/innen und sogar 1 früherer Schüler, der inzwischen studiert. Das spricht für ein starkes Commitment an das Berufswahl-SIEGEL! 51 weitere Personen kommen von Universitäten, Fachhochschulen, Landesinstituten, Gewerkschaften oder aus der lokalen Wirtschaftsförderung.

SIEGEL-REGIONEN 2019
  • 12 Bundesländer flächendeckend *blau
  • 4 Bundesländer einzelne Regionen *rot
SIEGEL-SCHULEN 2019
  • Berufsbildende Schulen können 2019 in 22 Regionen teilnehmen
  • 2018 in 18 Regionen und 2016 in 14 Regionen
ERSTZERTIFIZIERUNGEN 2019
REZERTIFIZIERUNGEN 2019

Bundestagung Berufswahl-SIEGEL 2020

  • 22. Juni 2020

Am 18./19. Juni 2020 hätten sich die Träger der SIEGEL-Regionen im bayerischen Freising zur jährlichen Bundestagung treffen sollen – nun fand die Tagung virtuell statt mit zwei Videokonferenzen, verteilt auf Donnerstagmittag und Freitagvormittag, jeweils 2 bis 3 Stunden. Zur Situation in Bayern, das eigentlich Gastgeber gewesen wäre, wurde berichtet, dass das SIEGEL im kommenden Jahr auch in Unterfranken angeboten wird und in den nächsten vier Jahren in ganz Bayern ausgerollt werden soll. Warum dauert es so lange? Weil bei der Umsetzung die Verteilung auf mehrere Schultern wichtig ist – die Akteure der Beruflichen Orientierung sollen alle mit an Bord sein. Dann stabilisiert das Berufswahl-SIEGEL die Berufliche Orientierung in der Schule mit einem systemischen und nachhaltigen Ansatz.

Umgang mit der SIEGEL-Zertifizierung in Corona-Zeiten

In einigen Regionen – so Bochum und Hamburg – haben die Re-Zertifizierungen nicht vor Ort, sondern online stattgefunden. Die Schulen machten das offensichtlich gut, auch die Juroren ließen sich sofort darauf ein, es lief sogar besser als gedacht (wenn denn die technischen Hürden genommen wurden). Dennoch kann dieses alternative Format die Präsenzaudits nicht ersetzen, lediglich Teile von Audits könnten weiterhin virtuell ausgegliedert werden z.B. Gespräche mit Eltern oder Partnern. Bei einer Erst-Zertifizierung ist ein Vor-Ort-Besuch erforderlich, wenn man die Schule noch gar nicht kennt. Nicht online ersetzen lässt sich eine gelungene Auszeichnungsfeier, die für die Schulen eine wichtige Wertschätzung bedeutet. Schwierig war zuletzt aber auch die Netzwerkarbeit, die eigentlich genauso wichtig ist wie die Zertifizierung. Wichtig ist es, Kontakt zu halten sowie Begleitung und Unterstützung anzubieten, auch Webinare und Vernetzungsangebote z.B. Fortbildungen sind gefragt. Es bestand Konsens  in der Diskussion auf der Bundestagung, dass das Netzwerk Berufswahl-SIEGEL insgesamt viel mehr digitale Angebote machen sollte – für Schulen, Träger und Jurys! Corona ist hier sicherlich ein Katalysator.

Onlinebewerbungstool in Hessen

In Hessen finden die Bewerbung und Bewertung der Schulen bereits online statt; Basis ist eine Online-Datenbank. Die Installation war zwar sehr aufwändig, berichteten die Verantwortlichen, aber jetzt seien die Verfahren transparenter, Informationswege schneller und Sitzungen angenehmer, die Akteure können sich mehr einbringen, die Rückmeldungen an Schulen sind intensiver. Vor allem wurde viel Zeit gewonnen, die für die Beratung genutzt wird. Das Tool ist auch für andere Länder sehr interessant, das Thema soll weiter verfolgt werden.

Update Future Skills Initiative

Bei der Future Skills Initiative geht es um gezielte Kompetenzentwicklung für die Zukunft. Zentrum ist eine (physische) Box mit Materialien für SIEGEL-Schulen, zu der auch  eine Fortbildung von Helliwood gehört. Das Netzwerk will damit nicht immer nur den Schulen „gute Ratschläge“ geben, sondern hilfreiche Instrumente und Support zur Verfügung stellen.

Neue Tools auf der Website und Termine für Video-Konferenzen wurden präsentiert. Die nächste Bundestagung soll wieder „in echt“ stattfinden, in Stuttgart im Juni 2021.

Das SIEGEL-Game – jetzt geht‘s um die Wurst!

  • 16. Juni 2020

Das Mini-Game ist da!
Die Schüler kommen aus der Schule – aber ohne das Berufswahl-SIEGEL fallen sie in den Abgrund … „Siegmund“ lockt sie mit einem Köder – der Wurst – in die richtige Richtung, nämlich in Ausbildung oder Studium. In die Schülerreihen schmuggeln sich immer wieder Ziegen – sie gehören ganz klar nicht hierher und sind Störfaktoren, es gilt sie weg zu kicken. Punkte werden erzielt, indem man Schüler rettet und Ziegen umwirft. Das Spiel lässt sich mit einer einzigen beliebigen Taste spielen. Beim Klicken springt die Wurst von der einen zur anderen Seite (und lockt Schüler oder kickt Ziegen – aber wer Schüler kickt, kriegt Minuspunkte!). Es zählt Tempo – nur wer schnell reagiert, gewinnt Punkte! Am Ende sieht man die Punkteübersicht und kann seine Initialen eintragen. Je nachdem schafft man es in die „Bestenliste“. Spielzeit: 1 Minute.

Super viel Spaß beim Spielen!
> zum SIEGEL-Game

#futurework challenge für Jugendliche auf Instagram – jetzt den Beruf der Zukunft darstellen

  • 3. Juni 2020

Wie werden wir in Zukunft arbeiten?
Und vor allem: Als was werden wir in Zukunft arbeiten?

Beim internationalen Wettbewerb #futureworkchallenge geht es darum, auf diese Fragen eine kreative Antwort zu finden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ruft die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Europa auf, einen Blick in die Arbeitswelt von morgen zu werfen: Entwickelt einen Beruf der Zukunft, erklärt ihn in wenigen Worten und reicht das Ergebnis als Video oder Foto bis zum 15. August 2020 über Instagram bei der #futureworkchallenge ein. Zu gewinnen gibt es wertvolle Sachpreise wie einen Video-Arbeitsplatz mit Computer, Kamera und Schnittsoftware und Boxen!

  • Step 1: Beruf entwickeln
    Astrogärtnerin? Smart City Planner? Oder doch bei der Drohnen-Flugsicherung tätig? Ihr entscheidet, welchen Beruf von morgen ihr ins Rennen schicken wollt.  Vielleicht gibt es diesen schon, nur sieht er in der Zukunft anders aus? Oder ihr erfindet ein ganz neues Tätigkeitsfeld! Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen, Klimawandel: Es gibt viele Faktoren, die die Arbeitswelt von morgen beeinflussen.
  • Step 2: Beruf darstellen
    Jetzt könnt ihr kreativ werden: Stellt euren Beruf der Zukunft dar, mit Requisiten, gemalt, getanzt – wie es euch gefällt! Macht davon ein Foto oder Video und erklärt den Beruf in wenigen Worten. Wichtig ist, dass euer gewählter Beruf gut zu erkennen ist. Zusammen mit einer kleinen Erklärung ist euer Beitrag im Prinzip schon fertig!
  • Step 3: Beitrag mit Hashtag auf Instagram hochladen
    Den Beitrag ladet ihr nun unter dem Hashtag #futureworkchallenge auf Instagram hoch. Verlinkt dabei auch den Kanal @beyondwork2020! Beachtet, dass der Beitrag für alle sichtbar und bis zum 30. November 2020 online ist. Dann heißt es: mit etwas Glück gewinnen!

Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es auf der Website Arbeitsmaterial, mit dem sie das Thema futurework gut für den Unterricht aufbereiten können.

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