Jetzt planen: SIEGEL-Day am 5. Dezember 2019

  • 13. August 2019
Berufswahl-SIEGEL-NRW-Loehne-Jahrgang-Sammlung
Berufswahl-SIEGEL-NRW-Loehne-Jahrgang-Logotuch

Schulen stellen jetzt ihre Jahresplanung fertig – also Achtung:
Am Donnerstag, 5. Dezember 2019, ist bundesweit SIEGEL-DAY!

Schulen mit dem Berufswahl-SIEGEL aus dem ganzen Bundesgebiet führen an diesem Tag eine besondere Aktion ihrer Wahl durch, die auf das erhaltene SIEGEL aufmerksam macht. Zeigen Sie, was Sie in Sachen Berufs- und Studienorientierung alles mit Erfolg leisten!

Der Tag soll für die Schule keinen Mehraufwand bedeuten, sondern die vorhandenen Aktivitäten anschaulich machen:

Kombinieren Sie den SIEGEL-Day zum Beispiel mit Aktionen oder Projekten, die ohnehin anstehen …

• mit dem Tag der offenen Tür, Tag der Berufsorientierung oder einer Berufe-Messe

• mit einem Besuch der Kooperationsbetriebe in der Schule

• mit einer öffentlichkeitswirksamen Sitzung oder dem „Runden Tisch Berufsorientierung“

• mit einer SCHULEWIRTSCHAFT-Aktion

Laden Sie die Presse ein und stellen Sie Ihre Berufsorientierung vor – Sie haben viel zu bieten …

• mit einem Rundgang

• mit einer Ausstellung

• mit anderen Präsentationen

Lassen Sie die Schüler/innen eine Foto-Tour oder einen Filmdreh zur Berufsorientierung erstellen, den Sie anschließend nutzen können …
Verbinden Sie den Termin mit einem Weihnachtsmarkt, den die Schülerfirma organisiert oder bei dem Berufsbilder erlebt werden können …

2018 hatte eine Schule Luftballons in den SIEGEL-Farben gestartet, eine andere einen Film über ihre Berufs- und Studienorientierung erstellt, eine dritte ein Theaterstück zu Berufen aufgeführt. Die Palette der Möglichkeiten ist breit! In jedem Fall können Sie als Schule den Termin für eine Presseinformation zu Ihrem Berufsorientierungsprofil nutzen.

Aufgepasst: Die ersten 10 Schulen, die sich melden, erhalten als Dankeschön einen Hocker im SIEGEL-Design geschenkt sowie ein Paket mit Giveaways. Außerdem erhalten Sie auf Wunsch Plaketten „FREUNDE DES BERUFSWAHLSIEGEL“, mit der Sie Ihre Kooperationspartner auszeichnen können – vielleicht sogar am SIEGEL-Day!

Schreiben Sie uns, mit welcher Aktion Sie sich am SIEGEL-Day beteiligen wollen: info@netzwerk-berufswahlsiegel.de

Wir freuen uns auf Ihren Beitrag!

Ist YouTube die bessere Schule?

  • 6. August 2019
netzwerk-berufswahlsiegel-blog-youtube-mathe-pixabay

Lernvideos auf YouTube sind bei den Schülerinnen und Schülern extrem beliebt. Wer mit den Hausaufgaben in Mathematik nicht klarkommt oder für die nächste Klassenarbeit Regeln auffrischen muss, schaut inzwischen erst einmal bei YouTube nach.

„Mathe by Daniel Jung“ und „lehrerschmidt“ haben Hunderttausende Follower. YouTube ist ein riesiges Nachschlagewerk geworden, in dem gesucht und gefunden wird; verständliche, ansprechende und abwechslungsreiche Clips machen das Rennen. Sascha Lobo, der unverwechselbare Netz-Autor mit dem Hahnenkamm im pinken Punk-Stil, hat daher jetzt gefordert, die Wissensvermittlung doch am besten gleich komplett YouTube zu überlassen. Die Schule ist dennoch seiner Meinung nach keineswegs überflüssig, sondern solle sich auf die Erziehung konzentrieren – denn diese sei bitter notwendig. Es bestehe ein Erziehungsversagen oder zumindest ein Erziehungsvakuum in Teilen der Gesellschaft: „Wir steuern auf eine Gesellschaft zu, sind schon mitten drin, in der die schulische Erziehungsleistung wichtiger wird, um ein gemeinsames zivilisatorisches Wertefundament herzustellen“.

Die Schülerinnen und Schüler der „Fridays for future“ haben sich ihr sehr fundiertes Wissen über YouTube geholt, definitiv nicht über die Schule, meint Lobo – das Internet als „mächtigste jemals erfundene Bildungsmaschine“. Folgerung: „Während also die Schule der Zukunft stärker Erziehung in den Fokus nehmen muss, um Integrationsleistungen aller Art zu erbringen, ist ein Teil der Aufgaben aus ihrer Verantwortung herausdiffundiert – durch die Lernenden selbst“.

Richtig ist sicherlich, dass die Erziehungsaufgabe der Schule immer stärker herausgefordert wird. Die Heterogenität in den Lerngruppen hat zugenommen und das angemessene Miteinander muss in der Regel erst vermittelt werden. Aber dass die Wissensvermittlung komplett an YouTube abgegeben werden könnte, ist sehr voreilig. Zum einen muss der Umgang mit den Angeboten des Internet auch erst einmal gelernt werden. Eben den – kritischen – Umgang mit den Medien wird die Schule heute vermitteln müssen, in diesem Sinne haben sich Schulpolitik und Schulen ja auch bereits aufgemacht. Zum anderen werden die Lernvideos auch kritisiert, weil sie Bulimie-Lernen fördern – teaching to the test –, also schnelle Tipps für die nächste Klausur geben, aber kein nachhaltiges Wissen im Sinne eines sich systematisch aufbauenden Curriculums mitgeben (können). Zum dritten ist und bleibt die Schule in staatlicher Verantwortung die einzige objektive Bildungseinrichtung, die auf wissenschaftlicher Basis beruht und durch die demokratischen Institutionen in einem Prozess legitimiert ist. Und viertens haben Schulen weitere Aufgaben wie Beraten, Begleiten, Bewerten und nicht zu vergessen den Übergang in den Beruf zu gestalten. Eine andere und berechtigte Frage ist es, ob sich der Mathe-Unterricht nicht das eine oder andere vom Video-Kanal abschauen kann, um die Didaktik zu bereichern – da sollte mehr gehen!

> Hier gehts zur Kolumne.

netzwerk-berufswahlsiegel-sascha-lobo

Sascha Lobo, Jahrgang 1975, arbeitet als Autor und Vortragsredner. Er hat mehrere Bücher über die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft verfasst und schreibt seit 2011 eine wöchentliche Kolumne bei Spiegel Online. Ab und zu empört er sich in Talkshows, macht Digitalprojekte oder dreht Filme für das ZDF.

(Text und Fotos: https://saschalobo.com/)

Duale Ausbildungsberufe – je MINT, desto mehr Ansehen

  • 1. August 2019

Gelten die Ausbildungsberufe nichts mehr, zählt nur noch ein absolviertes Studium? Unter dem Stichwort „Akademisierung“ wird oft so argumentiert. Das trifft es allerdings gar nicht, wie erste Ergebnisse einer laufenden Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) mit der TU Braunschweig zeigen. Denn das Ansehen der dualen Ausbildungsberufe ist in Deutschland sehr ausdifferenziert!

Einige duale Ausbildungsberufe stehen im Ansehen ähnlich hoch wie Berufe, für die in der Regel ein Hochschulstudium erforderlich ist. Sie haben fast alle mit dem MINT-Bereich zu tun – mit Technik, Informatik, Elektronik, Mechatronik. Ein geringeres Ansehen haben dagegen genau solche Ausbildungsberufe, die zu hohen Anteile unbesetzt bleiben – es gibt also Zusammenhänge: Das Image von Berufen spielt offensichtlich eine einflussreiche Rolle bei der Berufsorientierung und Berufswahl junger Menschen.

Besonders renommiert sind – den Studienergebnissen zufolge – die Ausbildungsberufe Fachinformatiker/-in und Mechatroniker/-in, gefolgt von Industriekaufleuten, Kfz-Mechatroniker/-innen, Elektroniker/-innen, Maler/-innen und Lackierer/-innen sowie Kaufleuten im Groß- und Außenhandel. Weniger angesehen sind Ausbildungsberufe wie Fachkraft für Lagerlogistik, Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk oder Koch/Köchin, ganz am Schluss rangieren die Verkäufer/innen. Nur un- und angelernte Jobs haben noch weniger Ansehen. Für die Studie wurden 2018 rd. 9.000 in Deutschland lebende Personen ab 15 Jahre befragt.

Das BIBB wird in diesem Projekt weiter verfolgen, welche Faktoren überhaupt dazu führen, dass Berufe von der Gesellschaft höher oder weniger hoch angesehen werden – denn das Renommee eines Berufs darf bei der Berufswahl nicht unterschätzt werden. Dabei sind es nicht die Ausbildungsberufe an sich, die wenig gelten würden, sondern bestimmte Berufe, eben die mit Besetzungsproblemen, wie die Studie zeigt. Ob und wie zu diesem Image Einkommen, Arbeitsplatzbelastung und Arbeitsplatzsicherheit, Aufstiegschancen oder auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben beitragen, wäre in der Tat wichtig zu klären.

> Hier gehts zur Pressemitteilung des BIBB.

netzwerk-berufswahlsiegel-blog-abbildung-ansehen-berufe-2017

Lernen mit Laptop und Smartphone – so geht’s richtig

  • 24. Juli 2019

Der DigitalPakt ist beschlossen, Schulen können (sollen) Medienkonzepte entwickeln und Anträge stellen.

Allerdings fehlt es bislang an Lernprogrammen für die Fächer, kritisiert Professorin Dr. Julia Knopf, zuständig für die Deutsch-Didaktik an der Universität Saarbrücken. Im Interview mit dem SWR macht sie deutlich, wie gewinnbringend digitale Medien im Unterricht eingesetzt werden können – von der Grundschule bis zur Ausbildung …

 >> Sendung vom So, 7.7.2019 | 8.30 Uhr | SWR2

Prof. Dr. Julia Knopf wird beim bundesweiten Netzwerktag Berufswahl-SIEGEL am 24. September 2019 in Berlin einen Vortrag zum Thema halten – wir freuen uns.