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Klimaschutz als Beruf?!

  • 22. September 2022

Junge Menschen machen sich Sorgen um die Umwelt und Natur, um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und das Verhindern der Klimakatastrophe. Dabei müssen sie es aber nicht bei Sorgen und Protesten belassen, sondern können Klimaschutz zum Beruf machen.

Die sogenannten grünen Berufe können und sollen auch in der schulischen Berufsorientierung eine Rolle spielen. Die Tätigkeiten sind nicht nur im Sinne des Klimaschutzes gefragt, sondern bieten auch gute Perspektiven, denn es fehlen auch und gerade hier Fachkräfte und Fachkräftenachwuchs.

Beim Netzwerktag Berufswahl-SIEGEL stellt sich deshalb das Netzwerk Grüne Arbeitswelt vor: www.gruene-arbeitswelt.de

Die Website bietet einen Fundus für Lehrkräfte zu grünen Berufsfeldern, die z.B. zu erneuerbaren Energien beitragen können. Klassische Berufe mit gewachsener Bedeutung für den Umweltschutz – die Gärtnerin und der Metallbauer – werden ebenso gelistet wie der technische Assistent für regenerative Energien. Das Netzwerk bietet auch Seminare für Lehrkräfte an.

Gut: Wirtschaft und Umweltschutz werden auf dieser Website nicht gegeneinander ausgespielt, sondern im Zusammenhang gesehen – Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden am besten mit und durch Unternehmen, mit Forschung, Technik und Digitalisierung erreicht. Das Netzwerk wird durch Bundesumweltministerium gefördert.

GOOD-Practice-Beispiele

  • 13. Januar 2022

Schulen stehen oft vor sehr ähnlichen Herausforderungen – allerdings mit unterschiedlichen Ausgangslagen – , wenn es um gute Lösungen für aktuelle Fragen geht. So ist es auch bei der Beruflichen Orientierung. Deshalb sind Schulen stets sehr daran interessiert, wie vergleichbare Schulen erfolgreich auf die gleiche Herausforderung reagiert haben. Gute Beispiele sind daher immer gefragt, um sich über Möglichkeiten zu informieren und zu eigenen Wegen inspirieren zu lassen.

In dieser und der kommenden Woche stellen wir Ihnen insgesamt vier gute Beispiele von Schulen aus dem SIEGEL-Netzwerk vor. SIEGEL-Schulen aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen-Anhalt zeigen ihre Ideen für die Berufliche Orientierung.

Für die Konzepte finden Sie angehängt zudem Unterlagen für Ihre eigene schulische Arbeit – bereit zum Aufnehmen ins Portfolio. Die Unterlage zeigt genau, mit welchem Aufwand zu rechnen ist und welche Ressourcen gebraucht werden. Los geht’s!

Praxisnaher Berufsinformationstag

Durchgeführt von:
Thüringer Gemeinschaftsschule Stadtilm

Auf einem jährlich angebotenen Berufsinformationstag stellen Eltern und regionale Firmen für Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe verschiedene Berufsbilder vor, um so einen Blick in den Berufsalltag zu ermöglichen. Dabei werden auch die Anforderungsprofile des Berufs genau beschrieben und positive – wie negative – Erfahrungen im Berufsalltag thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler können je nach Vorlieben drei Berufsrichtungen auswählen und kennenlernen. Zudem nehmen sie an einer Einzel-Beratung der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit teil. Die Erkundung der Berufsbilder erfolgt individuell und ist in das Gesamtkonzept des Tages integriert.

www.tgs-stadtilm.schule/

“Inklusive Schülerfirmen”

Durchgeführt von:
Friedrich-Wilhelm Murnau-Gesamtschule, Bielefeld

Schülerfirmen ermöglichen ab der 8. Klasse als Wahlpflichtkurse erste berufspraktische Erfahrungen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigenständig an sogenannten Schülerbetrieben in vier verschiedenen Bereichen mitzuwirken:

  1. Schülerladen Red Pen mit Schreibwaren
  2. Café Pisa zur Pausenversorgung,
  3. Salatbar mit Mittagessen für Lehrkräfte an einem Wochentag,
  4. Reparaturwerkstatt MurnauWorks für Schulinventar und Herstellung von Utensilien für den Schulbedarf.

Mit dem Alter und je nach pädagogischen Unterstützungsbedarf nimmt auch der Verantwortungsbereich zu. Die inklusive Einbindung der Schüler*innen mit Förderbedarf wird durch die Lehrkräfte und die Mitschüler*innen ohne Förderbedarf aktiv unterstützt.

www.fwmurnau-gesamtschule.de/lernen_leben.html?e|9
www.fwmurnau-gesamtschule.de/

GOOD-Practice-Beispiele

  • 20. Januar 2022

Schulen stehen oft vor sehr ähnlichen Herausforderungen – allerdings mit unterschiedlichen Ausgangslagen –, wenn es um gute Lösungen für aktuelle Fragen geht. So ist es auch bei der Beruflichen Orientierung. 

In der letzten Woche haben wir Ihnen daher zwei gute Beispiele von Schulen aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen vorgestellt und weisen heute auf zwei weitere Beispiele aus Berlin und Sachsen-Anhalt hin. Natürlich alles Schulen mit Berufswahl-SIEGEL!

Für die Konzepte finden Sie hier auch Unterlagen für Ihre eigene schulische Arbeit mit genauen Hinweisen auf Aufwand und Ressourcen. Schauen Sie gerne hinein, lassen Sie sich inspirieren!

Online-Messe zur Berufsorientierung

Durchgeführt von:
Gemeinschaftsschule Heinrich Heine, Halle (Saale) u.a. Schulen

Auf einer jährlich angebotenen Online-Messe stellen regionale Firmen für Schüler*innen der 9. und 10. Klassen­stufe im Klassen­verbund verschiedene Berufs­bilder ihres Unternehmens vor, um so einen Einblick in den Beruf zu ermöglichen. Bei der Online-Schaltung mit dem ausgewählten Unter­nehmen über das Smart-Board der Klasse werden Anforderungs­profile der Berufe beschrieben und die Arbeit im jeweiligen Berufs­alltag gezeigt. Die Schüler*innen haben dabei die Möglichkeit, den Unternehmen Nach­fragen zu stellen und sich so besser auf Praktika und Ausbildungen vorzubereiten. Die Firmen werden nach den in der Klasse vorherrschenden Interessen gewählt. In der Nachbereitung werden Schüler*innen mit besonderem Förder­bedarf individuell betreut.

www.gmsheine.de
blog.gwg-halle.de/freund-des-berufswahl-siegels/

Berufliche Orientierung in der Corona-Pandemie

Durchgeführt von:
Paul-Löbe Schule, Berlin

Um auch im Distanz­unterricht für die Schüler*innen der 10. Klassen eine qualitativ hohe Vorbereitung auf die Berufswelt zu schaffen, werden insbesondere digitale Angebote in die Suche von Ausbildungs­plätzen und das Erstellen von Bewerbungs­unterlagen einbezogen. Dazu wird der Online-Test Check U der Bundes­agentur für Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern durchgeführt.

Im Anschluss informieren sie sich über die Berufe, die sich bei Check-U als geeignet heraus­gestellt haben, und werden dabei unterstützt, die passenden Bewerbungs­unterlagen zu erstellen. Dabei können z.B. die Online-Plattformen „Planet Beruf“ und „Azubiyo“ einbezogen werden. Sowohl das Handy als auch Lernplatt­formen, digitale Berufs­ausbildungs­angebote, Beratungen per Video­konferenz werden genutzt. Nicht nur Klassen­lehrerinnen und -lehrer der 10. Klassen sind involviert, auch die Jugend­berufsagentur, die Beraterin des Regionalen Ausbildungs­verbunds und die Beratungskräfte der Oberstufen­zentren.

www.paul-loebe-schule.de/schule/
www.arbeitsagentur.de/bildung/welche-ausbildung-welches-studium-passt/

Neu: Praktische Checklisten zur Einschätzung von Berufsorientierungsangeboten

  • 15. März 2022

Die Erwartungen an die Schule, eine systematische und praxisnahe Berufliche Orientierung durchzuführen, sind in den letzten Jahren zunehmend gestiegen. Dabei werden den Schulen viele Berufsorientierungsangebote von externen Anbietern unterbreitet – oft zu viele und nicht immer mit klar erkennbarem Mehrwert. Welches Angebot ist aber wirklich eine gute Ergänzung der bisherigen Beruflichen Orientierung? Welches Angebot sollte aufgegriffen werden und welches nicht, welches vielleicht? Was hilft den Schülerinnen und Schüler zusätzlich beim Übergang Schule – Beruf?

Die neue Checkliste von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland und Bundesagentur für Arbeit ist genau dafür da, um diese Fragen zügig und zielgenau zu beantworten. Anhand der Liste kann die Schule prüfen und beurteilen, ob ein externes Angebot gut zu ihrem bisherigen Programm passt und es sinnvoll ergänzen würde – sei es in der Phase der Orientierung, der Entscheidung oder der Umsetzung der Berufswahlkompetenzen. Sicherlich wird kein Angebot alle Kriterien gleichermaßen erfüllen – entscheidend ist, worauf es der Schule im konkreten Fall ankommt und was sie genau braucht.

Der Wert eines externen Angebots orientiert sich vor allem an der Passung zum Profil und Konzept der Beruflichen Orientierung einer Schule. Daneben spielt auch eine Rolle, welche Erfahrungen die Lehrkräfte bereits mit Kooperationen haben und welche aktuellen Themen sich für die Schule gerade besonders intensiv stellen. Nicht zuletzt sind die curricularen Vorschriften des Bundeslandes wichtig oder auch Vorgaben zur Projektmittelförderung und zu Vereinbarungen mit weiteren Partnern, aber auch die Ressourcen spielen natürlich eine Rolle.

Für die Unternehmen gibt es eine eigene Checkliste: Unternehmen können anhand dieser Liste ihre Angebote so ausrichten und so darstellen, dass die Schule die Frage nach der Passfähigkeit rasch beantworten kann. Für die Berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler sind Praxiserfahrungen in und mit Betrieben absolut zentral. Die Betriebe erhalten mit Praxisangeboten ihrerseits die Möglichkeit, junge Menschen auf Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten bei sich aufmerksam zu machen und Nachwuchs zu gewinnen. Wenn sie die Checkliste nutzen, kann die Schule besser erkennen und entscheiden, ob das betriebliche Angebot passt und die Zusammenarbeit Erfolg verspricht.

Ziel ist es, dass die Zusammenarbeit von Schulen & Betrieben gut gelingt und die Berufsorientierung gemeinsam gefördert wird!

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