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Ganztag bitte auch für Berufliche Orientierung nutzen

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Immer mehr Schulen machen Ganztagsangebote für ihre Schülerinnen und Schüler. Was bedeutet das für die Berufliche Orientierung?
Ganztag bedeutet zunächst einmal mehr Lernzeit in der Schule. Und die gewonnene Zeit bietet auch mehr Raum für die Berufliche Orientierung und Übergangsbegleitung. Ganztagsschulen im weiterführenden Bereich haben deshalb die Chance, die Berufsorientierung neu im Tagesablauf zu verankern und die zusätzliche Zeit gezielt für eine intensivere Berufsorientierung mit hohem Praxisanteil einzusetzen.

Kooperationen zwischen Schule und Betrieb können erweitert werden und bieten Perspektiven für praxisnahe Aktivitäten im Berufswahlprozess. Das gilt sowohl für die gebundene als auch für die offene Form. Betriebe können Schulen anbieten, den Ganztag mit ihren Angeboten zur Beruflichen Orientierung gemeinsam zu gestalten.

So gelingt Berufsorientierung im Ganztag
Kreativnachmittage, Projektwerkstatt, Berufscoaching oder ein Langzeitpraktikum sind Möglichkeiten, die Berufsorientierung im Schulalltag zu verankern. Die Handreichung von SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland „GANZTAG AN SCHULEN ZUR BERUFSORIENTIERUNG NUTZEN“ stellt Praxisbeispiele aus unterschiedlichen Schulen vor und gibt Anregungen zur Gestaltung.

Ein Beispiel aus der Handreichung ist die Kooperative Gesamtschule Schneverdingen. Die Schule bietet für Haupt- und Realschüler zwei Projekte an. Die Schule kooperiert neben Betrieben auch mit einer berufsbildenden Schule. So können die Hauptschüler eins von vier Berufsbildern und verschiedene Ausbildungsberufe in den Bereichen Bau, Metall, Tourismus oder Pflege kennenlernen. Die Realschüler absolvieren ein Langzeitpraktikum. Grundlage bietet ein Schüler-Eltern-Gespräch, das zu Beginn des Schuljahrs geführt wird. Erst mit dem Ganztag ließen sich die intensive Begleitung wie die Praxiserfahrung realisieren!

Die Schulwoche – einmal konkret durchgespielt:

Montag ist BO-Nachmittag“ – ein regelmäßiger Vor- oder Nachmittag, an dem die Lerngruppe einen Betrieb aufsucht oder ein BO-Projekt verfolgt

Dienstag ist Fahrrad-AG“ – ein regelmäßiger Nachmittag, an dem Betriebsvertreter in der Schule eine AG im Rahmen der Berufsorientierung übernehmen z.B. im handwerklichen Bereich (Malerei, Schreinerei, Küche, Fahrrad, Zeitung, Medien u.a.m.).

Mittwoch ist Tagespraktikum“ – ein halber oder ganzer Schultag pro Woche, an dem die Schülerinnen und Schüler in einem Betrieb arbeiten und lernen.

Donnerstag haben wir Schülerfirma“ – ein Vor- oder Nachmittag pro Woche, an dem eine feste Gruppe eine Schülerfirma betreibt

Freitag sind wir in der Gärtnerei“ – ein halber oder ganzer Tag pro Woche, an dem eine Lerngruppe in einem Betrieb kontinuierlich an einem längerfristigen Projekt arbeitet.

Jeder Tag ist digitaler Lerntag“ – das stimmt natürlich auch …

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