„Ist die Ausbildung etwas für mich?" Oder „Ist eine Ausbildung heute noch zeitgemäß?“

Diesen Fragen gingen 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Baden-Württemberg und 13 Schülerinnen und Schüler aus Bayern in der Herbstferienwoche nach. Anstatt Langeweile, lange Ausschlafen und zocken am Computer nahmen sie an beruflichen Einheiten und Tagespraktika teil und bekamen so einen realistischen Einblick in die Berufswelt.

Um dem Trend der nicht besetzten Ausbildungsplätze und der fehlenden Passung zwischen Jugendlichen und Unternehmensangeboten entgegenzuwirken, wurden im Raum Straubing (Bayern) und in Freiburg (Baden-Württemberg) die ersten Camps angeboten. So konnten die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 daran teilnehmen und sich frühzeitig mit der Berufswahl auseinandersetzen.

Neben Seminaren zum Busines-Knigge in BW oder Stärkentraining in Bayern wurden Gespräche mit Auszubildenden auf Augenhöhe angeboten. Dies stieß bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf große Resonanz. Sie konnten so ihre Fragen stellen und Informationen über das Bewerbungsverfahren, Betriebsklima oder über den Ausbildungsablauf erfahren. Für manche Teilnehmerinnen und Teilnehmer war dies der erste Kontakt zu Unternehmen.

Die Unternehmen in Baden-Württemberg kamen aus den Bereichen Handwerk, Soziales, Industrie, Verwaltung und Dienstleistung. Hierzu zählten in BW zu Handwerk (Münsterbauverein Freiburg, Kopfmann Elektrotechnik), Industrie (TRUMPF Hüttinger, Northrop Gruman Litef), Soziales (BBQ gGmbH, Caritas Werkstätten), Dienstleistung (Westbad Freiburg), Verwaltung (Stadtbau) und sontiger Bereich (MEDIADUDES.lol).

Im SchülerAzubiCamp in Bayern wurden die Berufe des Fachinformatikers mit Systemintegration bei Henrichsen AG, Feinmechaniker, Kaufmännisch Berufe und Produktdesign bei MOLL Automatisierung GmbH sowie Medi-engestalter bei der Online-Agentur danubius GmbH mit viel Spass erkundet.

Abschließend wurde mit jeder Schülerin und jedem Schüler in BW ein individueller Berufswegefahrplan bespro-chen. Was sind die nächsten Schritte, welche Informationsveranstaltungen sollten besucht werden oder welche Bewerbungsfristen sollten eingehalten werden. Für die Campteilnehmerinnen und -teilnehmer in Bayern gab es zum Abschluss Tipps für den reginalen Arbeitsmarkt vom straubinger Landrat, den Unternehmensvertretern und den MINT-Beauftragen.

Die beiden Camps sind mit großem Erfolg abgeschlossen worden. Am Ende konnten die Ergebnisse bei einer Abschlussveranstaltung vor den Eltern, Unternehmens- und Schulvertreter präsentiert werden. Stolz wurden die Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke dargestellt.

Das Camp in Bayern wurde von SCHULEWIRTSCHAFT Bayern und in BW von SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg durchgeführt. Diese beiden Partner verfügen über viele Jahre zu guten Kontakten in die regionale Industrie und zu den jeweiligen Netzwerkpartnern vor Ort. Davon konnten die jeweiligen Campteil-nehmer vor Ort profitieren. Die Beisheim-Stiftung konnte für die Pilotphase als Förderer gewonnen werden.

Baden-Württemberg:

Das Schüler-Azubi-Camp
fand in Freiburg vom
29.10.–02.11.2018 statt.

Das aktuelle Programm findet Ihr >hier

Bayern:

Das Schüler-Azubi-Camp
fand in Straubing vom
29.10.–02.11.2018 statt.

Das aktuelle Programm findet Ihr >hier

 

Folgende Berufszweige standen zur Auswahl:


Handwerk

Hier sind die Tätigkeiten außerordentlich vielseitig. Man findet hier den Bäcker, den Goldschmied, den Zimmermann, aber auch den Gerüstbauer. Ihr arbeitet häufig mit den Händen, aber auch moderne Maschinen findet Ihr vor Ort. Handwerkliches Geschick ist besonders wichtig.


Industrie

Hier arbeitet Ihr meistens in Werkstätten an großen Maschinen und Anlagen. Habt Ihr Interesse an der Metallverarbeitung, am Verformen von Blechen oder das Herstellen von hochtechnischen Maschinen? In der Industrie müssen Produkte entwickelt und designed werden. Typisch für den Industriezweig ist die Automatisierung der Abläufe. Computerkenntnisse sollten Euch nicht fremd sein.


Verwaltung

Diese Berufe sind überall zu finden, ob im öffentlichen Dienst, im Groß- und Einzelhandel sowie in der Industrie. Ihr arbeitet viel mit dem Computer und dem Telefon. Diese sollten Euch also nicht fremd sein.


Soziales*

Hier könnt Ihr anderen Menschen Hilfe verschiedenster Art anbieten – entweder im Pflege- oder Beratungsbereich. Ihr könnt Personen im täglichen Leben Informationen oder Werte vermitteln. Wenn Ihr Freude am Umgang mit anderen Personen habt, kontakt- und beziehungsfähig seid? Dann wäre der soziale und pädagogische Bereich etwas für Euch.
*Dieser Berufszweig steht nur in Baden-Württemberg zur Auswahl.



Dienstleistung

Dieser Bereich ist sehr vielseitig – Handel, Verkehr, Medien, Tourismus, Banken oder Versicherungsgeschäft. Euer Arbeitsplatz ist entweder im Büro am Telefon, in einem Geschäft oder im Restaurant und bedient Kunden. Es zählen aber auch Zulieferprozesse wie z. B. IT-Technik dazu.


Sonstige

Ihr habt einen Beruf im Kopf, den Ihr aber nicht einem der Berufszweige zuordnen könnt? Dann schreibt uns doch diesen auf!



ANSPRECHPARTNERIN BADEN-WÜRTTEMBERG:
Simone Laudon (SCHULEWIRTSCHAFT Baden-Württemberg), Telefon: 07541 / 39793-12 oder laudon.simone@biwe-bbq.de

ANSPRECHPARTNERIN BAYERN:
Julia Torres (SCHULEWIRTSCHAFT Bayern), Telefon 089 / 44108-186 oder julia.torres@bbw.de




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