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Persönliche Begegnungen sind unersetzbar bei der Berufswahl!

  • 14. Juli 2022

Informationen zur Berufswahl gibt es reichlich, sollte man meinen, aber Infos alleine machen es nicht – die Hälfte der Jugendlichen sieht sich mit dem Informationsangebot überfordert, sie finden sich in der Vielfalt der Informationen nicht wirklich zurecht, nur ein Viertel kommt seiner Meinung nach gut klar. Lediglich 37 Prozent fühlen sich ausreichend bei der Beruflichen Orientierung unterstützt. Dabei meinen 56 Prozent durchaus, dass sie über den angepeilten Beruf “sehr gut” oder zumindest “eher gut” Bescheid wissen. Dies sind die Ergebnisse einer Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung bei bundesweit 1.666 Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren.

Grafik: Bertelsmann Stiftung

Die digitalen Angebote spielen eine geringere Rolle, als man bei den „digital natives“ meinen sollte – statt im Internet zu „googlen“ fragen fast 75 Prozent lieber ihre Eltern. Sie sind insgesamt die wichtigsten Unterstützer ihrer Kinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Für knapp die Hälfte der Jugendlichen sind aber natürlich auch die Gespräche mit Lehrkräften, Ausbildern und Berufsberaterinnen die zentralen Informationsquellen. Die Angebote der Bundesagentur für Arbeit – vor allem das Berufsinformationszentrum BIZ – kennen 65 Prozent der befragten jungen Leute, auch «planet-beruf.de» und andere Online-Portale sind ihnen ein Begriff.

Persönliche Begegnungen und Erlebnisse – das bieten allen voran Schülerbetriebspraktika. Die Ferien sollten deshalb von Schülerinnen und Schülern auch genutzt werden, um Praxiserfahrungen im Betrieb zu sammeln und mit Auszubildenden und Fach- und Führungskräften ins Gespräch zu kommen.

Die Studie bestätigt ebenso, wie wichtig Schulen mit Berufswahl-SIEGEL sind – denn sie leisten genau die Orientierungsarbeit, die offenbar oft noch fehlt. Berufliche Orientierung bietet einen roten Faden durch die Fülle an Angeboten und stärkt die Urteilskraft der Jugendlichen. Letztlich muss Berufliche Orientierung als Kompetenz verstanden werden, die es zu vermitteln gilt.

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